Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

17. April 1697 · Seite 70r · Scan 157
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[070r] 1697
Zeilen 10–11
Discedit cum vaccula mutuo data.
(lat) Er bricht auf mit einer jungen Kuh, die ihm verliehen wurde.
Zeilen 17–18
Pavae nostræ mortuæ repertae.
(lat) Unsere Pfauen werden tot aufgefunden.

Transkription

Aprilis
1
darumben ich ihme verwichenen Winter
2
etwas Vertröstung gegeben. Er hatte
3
mit sich ein Knäblin namens Johannes
4
Stosß, vnsers Herrn Patris Mariani Vetterlin etc.
5
Wir schliessten disen Abend nichts, sonder
6
verschiebten es bis Morgen. Der Abend
7
war still, trüeb, doch mithin Sterne
8
am Himmel.
9
Den 17. Aprilis. Ist am Morgen ein diker vn-
10
lustiger Nebel gelegen, welcher sich gegen
11
9 Vhren in die höche gezogen. Samuel
12
Gözen gab ich 6,5 Gulden paar-Gelt, vnnd
13
ein Küelin von 16 Gulden æstimiert, mit
14
dennen er heüt vor 6 Vhren ab- vnnd
15
auf Stekenborren gefahren, vnnd also
16
seinem heimat zugeeÿlet. Am
17
Morgen fanden Vnsere dienst eine von
18
vnseren Pfaüwin todt, die ander aber
19
war nit mehr zufinden, vnnd vermut-
20
lich auch verrekt. Sie öfneten die ge-
21
fundene, fanden kein anderen Mangel,
22
als das sie zu vill trochen brodt ge-
23
fresßen, so ihren im Kropf steken
24
gebliben, das darab sie crepieren müssen.
25
Ist darmit meine hofnung, ettliche
26
Pfauwen heür zubekommen, mir zu
27
Wasßer worden, vnnd zumahl daß
28
Versprechen, das ich neüwlich dem Christen
29
Wÿnzen zu Stein gethan, ihnen heüriges
30
jahr wider mit Pfauwen Versehung zu
31
thuen, auch vnkreftig gemacht. In
32
Gottes Namen, es ist halt geschehen,
33
vnnd iezt nichts mehr darfür etc.

Anmerkungen

Keine Anmerkungen auf dieser Seite.