Transkription
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Den 23.sten Martii. War der Morgen trüeb
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geneblet, vnnd tauwete mithin etwas
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zarten duft-Regelins. Gegen Mittag war
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alles still, ofnete sich der Himel, vnnd
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scheinte die Sonne meisten Theils, bis
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gegen Abend, da auch die Sternen sich
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zimmlich wohl, doch nit ohne Nebel, sehen
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lasßen.
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Den 24. Martii. Ist der ganze Tag milt, vnnd
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mit abgewechßletem Sonnen-Schein
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abgangen. Nach Mittag vmb 2
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Vhren halteten wir Vnser Lieben Erwürdigen Erz-
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bruderschaft Rechnung, dahin auch vnser
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Herr Pater Dietlandus, vmb Kürze der zeit
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mitgangen. Wir fanden des Außgeb-
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ens zimmlich vill, aber wenig des Ein-
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nemmens. Geschach im Wÿrtshauß
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zum Rappen in der Oberen Stuben.
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Vnnd führte ich, wie gewohnet, die
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Federen. Wir warden gegen
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5 Vhren fertig, vnnd giengen dann
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Herr Pater Dietlandus vnnd ich wider nacher
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Hauß. Herr Pater Marian ist am
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zupredigen, vnnd den Gottsdienst zu-
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halten: ist dannoch zu dem MittagEssen,
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zwar etwas zu spath wider heim kommen.
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Den 25. Martii. Ist der Himmel am Morgen
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halb hell geweßen, beziehete aber sich
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gegen 8 Vhren ganzen, angetriben von
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einem kalten vnderluft, welcher endtlich
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etwas zarter Schneefloken geworfen,
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die aber nit mögen ligen bleiben. Herr Pater
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Marian