Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

21. März 1697 · Seite 57r · Scan 131
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[057r] 1697
Zeilen 17–19
Dominus Medicus Hurter exigit solutionem à Parocho Werdensi debitum.
(lat) Herr Doktor Hurter fordert die Bezahlung einer Schuld durch den Pfarrer von Werd.
Zeile 22
Donat pisces.
(lat) Er schenkt Fische.

Transkription

Martius.
1
Gegen 12 Vhren ruefte mann vnß
2
zum Tisch. Ich war der hofnung,
3
cum Venerabile Conventu können zu tisch zu-
4
sizen: allein es entschuldigte sich Herr Pater
5
Schafnera, daß vnßer zu vill seÿen,
6
vnnd were nit plaz. Mann that
7
aber vnß ganz gutes, etc. Gott
8
vergelte es tausentfeltig etc.
9
Gegen 3 Vhren stuenden wir vom Tisch
10
auf, vnnd könte ich die Gelegenheit
11
haben, daß neüwe Chor-Gestüehl, so
12
Herr Pater Prior in sein neüwen vorhabenden
13
Chor zubauwen angefangen, zusehen,
14
dahin mir Pater Schafner alle Gelegen-
15
heit gemacht etc. Hernach gnadeten
16
wir ab, vnnd verreiteten etwas nach
17
4 Vhren von dar wider nacher Hauß,
18
dorten fande ich ein Schreiben von Herrn Do-
19
ctor Hurter zu Stein, in welchem
20
er eine Ansprach, die er schon in ander-
21
thalb jahr von Herrn Pfarrer zu Eschenz
22
zu prætendieren gehabt, von mir
23
erforderet: bekreftigte diß sein be-
24
gehren mit 3 Eschenwerthb etc. Ich
25
antworte ihme nechster Tagen, das
26
mein mogliches bÿtragen wolle, daß
27
er endtlich möge bezahlt werden.
28
Auf die Nacht fieng der Himmel etwas
29
zarten duft-Regelins zusprüzen,
30
so dem vbrigen Schnee wider stark er-
31
tünneret. War aber nit kalt, sonder
32
ganz milt wetter.
33
Den 22.

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
b Unsichere Lesung.