Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

21. März 1697 · Seite 56r · Scan 129
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Latein:
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[056r] 1697
Zeilen 15–16
Credit etiam alios offensos, etc.
(lat) Er glaubt, dass auch andere betroffen seien.

Transkription

Martius
1
nit verliehren, er sage es vor, vnnd soll
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dann an ihme nit verunguetet werden,
3
wann er mit mir ein Rechtshandel
4
anfange. Ich (sagte ich) kan
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für Eüwer Verliehren nit, vnnd mögen
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ihr gleichwohl anfangen vnnd thuen,
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was ihr recht zu haben vermeinen:
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wann aber ihr den Hoof nemmen wollen,
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werde ich ihne gern eüch lassen,
10
vnnd der Ÿßlerischen Schuld wenig
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achten. Er hinwider, er könne
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den Hoof nit nemmen, dann er zu alt,
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vnnd habe niemand, der selbigen bestehena
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möchte. Eß worden noch mehr Leüt
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kommen, welche an Hanßen Balti-
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spergeren zuforderen, vnnd mit mir
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ein Rechtshandel anfangen werden.
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Oder den Hoof lößen. Ich legte
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dargegen, wann iemand den Hoof
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ziehen wolle, der Recht des Zugs habe,
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müsße ich es geschehen lasßen: allein
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müsße ein solcher mir laut des Vf-
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fahls Vrtelb auch zu vor ein gnüegen
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thuen, vnnd vahls ein solcher mir
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die 3200 Gulden erlege, verspreche ich ihme,
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das er auch müsße bezahlt werden:
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soll aber desßen dissimulieren, vnnd an-
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sprechen, was auf dem Hoof des Balti-
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spergers eigentumb noch seÿe, an
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sein Schuld: dahin ich dem Weybel gern
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zugebe, damit alles geschezt werde.
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Desßen er hiermit wohl zufriden
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geweßen. Ich schikte durch
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ihne

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.