Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

8. März 1697 · Seite 47v · Scan 112
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Zeile 1
[047v] 1697
Zeilen 29–32
Henricus Keller emere cupiens Schaffrat, non quaerit ex integro.
(lat) Heinrich Keller will Schafferez kaufen aber nicht auf einmal bezahlen.

Transkription

Martius
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Namen eines ehrlichen Manns darvon
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bringen könne. Was nunn den
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Hauß Plunder betrift, nam ich, wie gemeldt,
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es auf Papÿr, war aber alles schlechte ge-
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ringe wahr, vnnd glaubte ich, daß
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er wenig darauß zuhofen: iedoch was
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es were, soll von vnpartÿischen geschezt,
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vnnd darvon eintweders seinen
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Schulden, oder Kinderen Trost erfolgen.
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Anlangend aber den Hoof Schafrat,
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seÿe dato noch kein Schlusß mit Heinrich
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Kelleren gemacht, versichere aber,
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daß nit vill mehrers, als die darüber
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gegangene Vnkösten weren, darauß
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könte erlöst werden. Wann ich aber
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zum besten etwas lößen werde, werde
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ich thuen wie recht ist: könne aber
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niemand nichts versprechen. Ge-
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wüsß seÿe, das seinen Kinden wenig
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werde gefolgen können. Er
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bathe, soll doch ihme etwas auf die
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Hand geben für den Haußrath. Ich
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liesß mich bereden, gab ihme ein spe-
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cies thaler, vnnd befahl ihme zu
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Mittag Esßen vnnd Trinken zugeben;
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wünschte ihme Glük auf die Reiß etc.
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Nach Mittag ist auch Heinrich Keller
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ankommen, in Meÿnung vmb den
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Hoof Schafrat außzumarkten.
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Er wolte aber mehr nit, als 600 Gulden
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paar bezahlen, vnnd daß vberig ver-
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sprach er zuverzinßen. So aber
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mich vnnd vnßere herren ganz vn-
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thuenlich gedunkt, sonder erforderte ich
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nit

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