Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

31. Januar 1697 · Seite 18v · Scan 54
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[018v] 1697
Zeilen 4–7
Gred-Recht quod reportet ex iudicio Frauenfeldensium.
(lat) Gred-Recht, das aus dem Gericht der Frauenfelder berichtet wird.
Zeilen 11–12
Spes amici colloquii etc.
(lat) Hoffnung auf eine freundschaftliche Einigung.

Transkription

Ianuarius
1
auch sein eigenes an mich gestelltes Schreiben
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von eben selbiger Materi, vnnd weiste
3
mir, das das Gred- oder Niderlegs Recht
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requiriere, das ein Gred dem anderen
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entspreche, sonderbar in grosßen handlungen,
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vnnd einsa dem anderen die Wahren einhänd-
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igen solle. Wesßwegen das Oberambt nit
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finde, wie mann den Steineren verwehr-
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en könne, daß sie die Salz Fuhr zu Eschenz
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so noch bÿ Stein, nit sollten haben. Mann
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hofte aber, es möchte ein fründtliche Com-
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position gesprochen werden, dardurch den
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Eschenzeren wenigist ein drittel zuführen
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möchte vbergeben werden. Ich könnte
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dißes ganz nit fasßen, noch vill weniger
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das das GredRecht sich so weit extendiren
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in ein frömbdes Territorium: jedoch, weilen
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wir vnder der Oberkeit, welche das Gred-Recht
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so weit extendiren wollen, müssten wir gedult
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tragen. Wir versaumbten vnß
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vast ein halbe Stund bÿ ein anderen, bate
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daß er, wenn Stein ein fründtlich Confe-
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renz nit ausschlagen worde, selbiger bÿ-
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zuwohnen; so er versprochen. Ich nam
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darauf den Abscheid, vnnd reiste wider
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nacher Freüwdenfels, kam dorten
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vmb 3 Vhren wider wohl an. Disen
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Abend fieng ein kalter Luft an zustreichen,
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vnnd iagte etwas Schneewolken ob vnß
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har, ohne das es Schnee gegeben.
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Den

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert: "diß" durch "eins" ersetzt.