Transkription
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Dißer vnerwartete Spruch machte vnß
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allerhand gedanken, absonderlich, weilen
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vnßere Schifart vill jahr für ein Lehen
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geachtet worden, vnnd geweßen: so hiermit
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ein zimmlichen Abbruch gelitten. 2.o Daß
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Wir einige Niderlag dato nit prætendiert, noch
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gesuecht, sonder nur die Frag geweßen, ob
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die wahren, welche andere in Vnßeren Grichten
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ablegten, nit ehender als andere abführen
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sollten: 3.o Daß wir einiges Grädt-
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Gelt niemahlen erforderet, sonder einzig
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vnßeren Schifleüten den Gewünn der Fuhren,
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prætendiert. Verwunderten also vnß dises
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Spruchs nit wenig. Wir conversierten
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darvon bis vmb 9 Vhren, vnnd erst darnach
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betteten wir den Heiligen Rosenkranz, so das ich
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wenig vor 11 Vhren zur Ruhe kommen.
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Die Nacht war meistes heller Himmel, vnnd
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in der Tiefe ein zartes Nebelin.
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Den 29. Ianuarii. Ist ein schöner, kalter Morgen,
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vnnd ganzer Tag gewesen, vnnd scheinte die
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Sonne ganz lieblich. Ich schikte den
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Tag einen Expressen nacher Frauwenfeld
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an Herrn Obervogt Rüepplin, vnnd seinen Herrn
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Bruder Herr Landtamman, mich bÿ ihnen Raths
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erholend, vnnd weiste ihnen eben gestrigen
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Abend gemachte Gedanken etc. Eß fande
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aber diser bott den Herrn Obervogten nit bÿ hauß,
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vnnd von Herrn Landtamman brachte er kein
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Antwort: das also wir wenig Trosts dermahl-
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en haben können. Diser bott brachte vns-
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erem Herrn Patri Dietlando auch etwas Hauß-
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Seümer