Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

20. Januar 1697 · Seite 9r · Scan 35
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Latein:
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[009r] 1697
Zeilen 8–9
Obiicit Religionis causam.
(lat) Er wirft mir religiöse Gründe vor.
Zeile 13
Refutatur.
(lat) Er wird zurückgewiesen.

Transkription

Ianuarius
1
Gewalt, etwas andres zuthuen, vnnd
2
eigenes Gewalts in den brief zuschreiben.
3
So dann müesße der Meßmer vmb allen
4
Schaden gueta thuen: bÿ ihme aber wüsse mann
5
wohl, das nichts zufinden. Könneb also
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ich dermahlen anders nichts mehr machen.
7
Warumbenc er sich nit früher angemeldt
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habe? Er ward ab disem etwas
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erzürnet, vnnd haltete mir vor, daß
10
wann ihrer Religion 4 bÿ ein anderen
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weren, müssten sie gewüsß den Messmerend
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oder einen anderen auch zulasßen. Iezt aber
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weilen 4 Catholische seyen, wolle mann
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ihren keinen gedulden. Ich redte ihm
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hierüber stark zu, vnnd sagte, das einer
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so gewüsß ein Schölm seÿe, der rede, das
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ich hierinn einigen Respect zur Religion
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habe. Sagte deretwegen ihme rund
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herauß, er solle nur gehen, ich mache
20
vnnd könne dermahlen nichts anders
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thuen: woll aber er Knechtenweiß dienen,
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oder der Mesßmer ihne will lasßen einstehen,
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seÿe iche wohl zufriden. Soll er hiemit
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mit ihme reden etc. Hierauf gieng er mit
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starkhemf xxxg hinder sich Schnurren von
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mir hinwekh.
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Den 20. Ianuarii. Ist ein schöner Morgen
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geweßen, vnnd auf dem See ein zarter
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Nebel, vnnd ganzer Tag nit sonders kalt.
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Vnder tagen beziehete sich der Himmel, vnnd
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zwizerteh etwas zarten Schnees durch
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den Luft

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.
c Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
d Unsichere Lesung.
e Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
f Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
g Streichung durch Autor. Nicht lesbar.
h Unsichere Lesung.