Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

5. Dezember 1690 · Seite 291v · Scan 594
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[291v] 1690
Zeilen 10–12
Videt etiam munuscula à Conventu Dominae Abbatissæ donata.
(lat) Er sieht auch die Gaben, die der Konvent der Frau Äbtissin geschenkt hat.
Zeile 26
Frigus
(lat) Kälte
Zeilen 31–33
Valedicit in Denniken, et munuscula offert.
(lat) Er verabschiedet sich in Tännikon und überreicht kleine Geschenke.

Transkription

December.
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gestellt worden, vnnd Zwar sehr reichlich,
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daß ich Vrsach gehabt, mich Zu erfreüwen etc.
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Derentwegen ich nit vnderlasßen, nechsten
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Morgen darumb höchsten dank Zu sagen.
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Nach demme nunn wir vnßer NachtEsßen
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eingenommen, daß mir gar gut vnnd wohl
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aufgestellt worden, hab ich gesagten Clausen
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in meinem Zimmerlin angetrofen. Ich
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hatte darüber, vneracht es schon vber 8 Vhren
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war, die Gnad, daß in der Gnädigen Frauwen
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Zimmer kommen können (es war aber Herr Beichtiger
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nit darbÿ, vnnd geschach so heimlich, als es
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könnte seÿn) vnnd den ihren von ihrem
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lieben Convent geschleikten sehr kostlichen
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Claußen, so in allerhand schöner Kloster-
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frauwen Stik- vnnd Seiden-Arbeit bestunde,
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besichtigen. Bin aber nit lang dorten
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gebliben, vnnd vber ein weniges wider in
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mein Zimmerlin, vnnd Zur Ruhe gangen,
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die ich wohl genosßen.
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6. Decembris. Stuende ich vmb 4 Vhr von
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der Ruhe auf, vnnd nach verrichtetem
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meinem Morgen Gebett, gieng ich vmb
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5 Vhren, die Heilige Mesß zu leßen, so ich im Chor
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gehalten, vnnd darzwüschen ein schöne
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Musicam gehört. Darnach gieng ich
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widerumb in die warme Stuben, weilen
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es gar kalt war, vnnd redte ein
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kurtzes mit der Frauw Abbtÿsßin,
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meiner Lieben Schwöster, deren ich ein
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Pfündigen Wachß-Rodel zum St. Ni-
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claußen verehrt, auch mit der Frauw Prio-
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rin, deren ein halb-Pfündigen, avnnd Frau Maria
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Iosepha

Anmerkungen

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