Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

18. Oktober 1690 · Seite 273v · Scan 558
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–2
[273v] 1690 Prandium.
(lat) Mittagessen.
Zeilen 12–14
Pater Marianus cum Domino Jacobo Zelling Constantiam profectus.
(lat) Pater Marianus bricht mit Herrn Jakob Zelling nach Konstanz auf.
Zeilen 22–24
Dominus Zelling equum suum mihi commodatum mittere vult.
(lat) Herr Zelling will mir sein Pferd schicken, um es mir zu leihen.

Transkription

October
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mehr zugabe. Wir machten also vnß
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mit ein anderen lustig vnnd freüwdig,
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vnnd nach dem Tisch kurzweileten vnßere
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Herren Gäst, bis gegen halber 5 vhren,
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da iedwederer zum Gebett, beide Pfar-
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herren aber nacher Hauß sich verfüegt. Nach
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vollendtem Heiligem Gebett giengen Wir vngefahr
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vmb 6 vhren wider zum Tisch, vnnd verweilten
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vnß dorten mit vnderschidlichen Discursen bis vber
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8 Vhren, da wir alle, nach gebettenem Heiligem
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Roßenkrantz, zur Ruhe gangen.
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18. Octobris. Als Reverendus Pater Marianus celebriert, ist
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er mit Herrn Hanß Jacob Zelling, welcher
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gester vor Mittag auch ankommen, vnnd
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hier mit mir vorlieb genommen, nach ein-
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genommenem Frühe Stuk, gegen 9 Vhren
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verreist, mir aber Befelch gegeben, auf
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mornderigen Tag ihme sein Stippich
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vnnd Kisten mit Bücheren dahin nachzuschiken.
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Ich hab mit Herrn Zelling abgeredt, das er
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mir sein Pferdtlin wider zuruk schiken
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sollte, vnnd ettliche Tag lehnen, darumb
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ich gebührende Satisfaction thuen wolte.
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Desßen er gar wohl zufriden geweßen,
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vnnd mir versprochen, selbiges auf morn-
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derigen Tag durch den Laggeÿen (den ich
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Reverendo Patri Mariano zugeben, weilen er sonst
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kein Aufwahrt bÿ sich hatte) wider
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zuzuschiken. Ich bekenn, geschach darmit
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mir nit ein geringer dienst, seiten,
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weilen

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