Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich, Band 13

30. September 1690 · Seite 267v · Scan 546
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–3
[267v] 1690 Symbolum non vult exigere hospes.
(lat) Der Wirt will keine Zeche einfordern.
Zeile 6
Accipit honorarium.
(lat) Er nimmt ein Ehrengeschenk an.
Zeilen 12–14
Navi fertur in Vendenbach, cum Commissario Cæsario.
(lat) Er fährt zu Schiff nach Vendenbach, mit dem kaiserlichen Kommissar.
Zeilen 20–22
Festo Sancti Michaelis domesticos audire Sacrum mandat.
(lat) Am Fest des Heiligen Michael trägt er den Hausleuten auf, den Gottesdienst zu hören.
Zeilen 24–25
Domini Harderi adveniunt.
(lat) Die Herren Harder treffen ein.
Zeilen 29–31
Offerunt vaenales suas praetensiones in Eschenz.
(lat) Sie bieten ihre Schuldansprüche in Eschenz zum Kauf an.

Transkription

September
1
Mahlzeit begehrten, daß mann vnnß die Zäch
2
machen wolte, hatt der Patron im Hauß
3
keine machen, sonder vnß Gastfreÿ halten
4
wollen. Welches Wir nit gern gehört, ie-
5
doch den guten Willen nit ausschlagen dörfen,
6
darneben aber solches Honorarium geben, daß
7
ich glaube, wir vnßer Vhrten ehrlich be-
8
zahlt haben. Nach demme kaufte ich
9
noch etwas weniges nacher Hauß zu kra-
10
men, xxxa nam von Herrn Statthalteren den
11
Abschied, gieng in daß Schif, wohin ein
12
Keÿßerlicher Commissarius auch eingeßesßen, vnnd
13
fahrte innert 3,5 Stund von Constantz bis
14
vnnden an Fendenbach, da ich aussgestigen, vnnd
15
nacher Freüwdenfels gangen, ein kurtzes Nacht-
16
Süpplin genommen, vnnd also zur Ruhe mich
17
nach gewohnnlichem Gebett nidergelegt.
18
27. Septembris. Wohnete ich einer Theilung bÿ zu
19
Eschentz, welche glüklich abgelofen.
20
29. Septembris. Festo Sancti Michaëlis Archangelis. Liesße ich
21
alles mein Haußvölklin die Heilige Mesß an-
22
hören, vnnd dann fürters arbeiten, weilen
23
hier kein Feÿrtag ware.
24
30. Septembris. Kamen zu mir Herr Landtrichter Harder
25
von Wittenweyl, vnnd sein Herr Bruder Haupt-
26
mann von Dägerschen, namen allhier daß
27
Mittag Süpplin ein, xxxb darzwüschen
28
sie mir ihre in Eschentz habende Prætensio-
29
nen, so in 370 Gulden sich belauften, aber
30
mit grosßer Mühe sollten eingezogen
31
werden, vnnd vnzweifenlich vill widerumb
32
wirdt

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Rekonstruiert: vnnd.
b Streichung durch Autor. Rekonstruiert: darnach.