Transkription
1
zwüschen anam er ein Frühe Stuk, vnnd als ich von der
2
Heiligen Mesß kommen, machte er sich auf, reitete
3
wohl vernüegt hinweg, nacher Münster-
5
bis nach Mittag, vermeinte erstens von Herrn
6
Statthalter alldorten sein Pferdt zu entlehnen,
7
vnnd darmit auf Freüwdenfels zu reiten,
8
10
abgeführt werden. cNach demme aber ich vernommen,
11
daß sein Pferdt etwas getrukt, vnnd be-
12
neben ersorgt, der Sattel, den ich gern wider
13
zu Freüwdenfels hette, möchte selbigem
14
Pferdt zu eng seÿn, hab ich die Gedanken
15
geenderet, bin mit meinem von Eÿnsidlen
16
empfangenem Pferdtlin fort geritten,
17
vnnd vmb 5 vhr zu Freüwdenfels glüklich
18
angelangt.
19
7. Septembris. Waren vill Audientiæ zu geben, vnnd
20
müsste ich mit zimmlichem Vertrusß vernemmen,
21
daß in den ZehendtGarben zu Eschenz von den
22
Rosß- vnnd Stieren Buoben grosßer Schaden
23
geschehen.d Derentwegen ich ernstlich befohlen
24
fleisßig nachzufragen, wer der ethäter sÿe,
25
selbigen, anderen zum Exempel, scharf
26
abzustrafen.
27
8. Septembris. Schikte ich mein Laggeÿ nach Mittag
28
mit dem von Eÿnsidlen empfangenem Lehen-
29
Pferdt wider dahin,f demme ich ein Stuk roth
30
zeüg, welches vnßer Herr Pater Kuchimeister
31
bÿ Herrn Zollikhofer Scharlachroth ferben
32
lasßen, aufgegeben, auch dahin zu bringen,g
33
neben anderen Briefen, etc. deren er ein
34
grosß Paquet mit sich nemmen müsßen.
35
Auch den tag schikte ich den Patribus Capucinis nacher
36
Frauwen-