Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich, Band 13

31. August 1690 · Seite 257r · Scan 525
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[257r] 1690
Zeile 10
Pluvia impedit iter.
(lat) Der Regen verhindert die Heimreise.
Zeilen 14–15
Munuscula varia accipit dono Pater Ioseph.
Zeilen 18–19
Parantur ad iter, sed frustra.
(lat) Sie bereiten sich vergeblich auf die Reise vor.
Zeilen 26–27
Equum suum venalem offert Pater Iosephus.
(lat) Pater Joseph bietet sein Pferd zum Kauf an.

Transkription

Augustus.
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lustig gemacht, weil mann vnß auch wohl
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zugesprochen. Einzig Herr Statthalter zu Sonnen-
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berg hatte wenig Freüwd wegen seiner
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Diaræa. Auch suechte ein ieder bÿ Ihro
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Fürstlich Gnaden sein Rechnung, die Wir wegen
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vnßer vnderhabenden Aempteren eingegeben,
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zu erleüteren, vnnd dann auch bÿ anderen
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Herren Superioribus vnnd Patribus die Complemen-
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ta abzulegen.
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30. Augusti. Vermeinten wir Zu reißen. So
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war aber das Reegenwetter so stark, daß
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Ihre Fürstlich Gnaden vnß befahlen zu verbleiben,
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vnnd speisten wir bÿ Hoof. Nachgendts
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trachtete ich etwas Eÿnsidler Krämlin
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nacher Hauß xxxa einzukaufen.b Ward mir
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darzu zimmlich vill von guthertzigen
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Leüten verehrt.
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31. Augusti. Waren wir wider reißfertig,
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vnnd so gar die Pferdt schon gesattlet.c Aber
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daß wetter war eben wie vorhero sehr
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nasß. Vnder desßen ist mein Reit-Rösslin
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auch auf den Markt geführt worden,
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welches ettlichen Zürrichbauren wohl ge-
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fallen, die sich nachgendts angemeldt,
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vmb selbiges zu kaufen. Mir war
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daß Pferdtlin so gar feil nit, es wurde
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dann auch wohl gelten, vnnd bietete ich
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selbiges vmb 60 Loisthaler an. Entge-
29
gen

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Rekonstruiert: z.
b Texteingriff durch Edition: Doppelpunkt durch Punkt ersetzt.
c Texteingriff durch Edition: Doppelpunkt durch Punkt ersetzt.