Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

6. Juli 1690 · Seite 237v · Scan 486
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[237v] 1690
Zeilen 9–10
Damnum inde consecutum.
(lat) Der davon verursachte Schaden.

Transkription

Iulius
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müesßen. aDarüber ein erschröklicher Platz-
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reegen erfolget, mit vndermischtem Hagel
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vnnd von starkem Wind angetriben,
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das kein tach genug gut geweßen, daß
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Wasßer abzuhalten, also daß vnßer Hauß,
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sonderlich das Cappellelin voller wasßer
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worden, vnnd der Althar mit seinen Para-
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mentis vast aller ernasßet. Im Veld
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aber ward ein solches Gewäsßer, das es
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vill schöne Frucht vnnd Heüw zerstöhrt
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vnnd vnnutz gemacht, auch wo daß Ge-
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wäsßer nit geweßen, die Anrin vill-
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feltig abgeschlagen; die Strasßen aussge-
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risßen vnnd verlöcheret, das schier alle
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vnwandelbahr gemacht worden. In Summa
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alles dergestalten vbel zugericht worden,
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daß es nit zu beschreiben. Vnnd ist mir nur
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leid für die arme Leüt, dennen die Frucht
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im Veld so ellendigklich erdünneret, oder
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gar wekgenommen ist. Eß tunderte dar-
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neben gar stark, mit mehrmahligem
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Strahlen, das billich iedermann in grosßem
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Schreken geweßen, vnnd bÿ vilem geschinen, ob
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wollte alles erbärmlich zu Grund gehen.
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Gott dem Allerhöchsten sye gedanket, daß
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Er vnßer so vill noch erbarmet, das nit
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gar alles hingangen, da wir gleichwohl
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lengst verdient mit allem vbel gestraft
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zu werden.
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6. Iulii .bDen tag hatte sollen der Zehendten auf Schaf-
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rath, Steinegg vnnd Bornhaußen besicht-
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iget werden. xxxc Dahin auch Herr Statthalter
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zu

Anmerkungen

a Texteingriff durch Edition: Doppelpunkt durch Punkt ersetzt.
b Korrektur durch Autor am Seitenrand. Rekonstruiert.: "6. Iulii." eingefügt.
c Streichung durch Autor. Rekonstruiert: Weilen.