Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

30. Juni 1690 · Seite 230v · Scan 472
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Latein:
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[230v] 1690
Zeilen 18–19
Varietas tempestatis.
(lat) Die Wechselhaftigkeit des Wetters.

Transkription

Iunius
1
bÿ der Rappen rüsten lasßen, so ihme ver-
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ehrt worden. Den Kochlohn hatt er selbsten
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bezahlt, so sonsten ich thuen wollen. Gegen
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1 Vhr ist dem Gericht der Anfang gemacht
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worden, darbÿ Wir wenig zu thuen gehabt,
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weilen die Parthÿen, so sonsten das Gricht
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begehrt, gar wenig erschinen, derentwegen
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ich vnnd die Richter zimmlich vnwillig worden,
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vmb daß wir so lang vergeblich sitzen müssten.
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Doch ist dem Gericht so vill gefallen, das iedem
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Richter ein halber Gulden mögen worden, mir
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6 Groschen (dann ich nit mehr nemmen wollen)
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vnnd dem Schreiber so vill. Nach desßen
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Vollendung bin ich mit Schreiber Rüedi wider
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auf xxxa Freüwdenfels geritten,
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meine Schuldigkeiten gebetten, vnnd dann zum
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Nachtesßen gesesßen etc. Dißen
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Abend hatt daß Wetter vill abgewechßlet
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mit Reegen vnnd Sonnenschein, also daß
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es vnlustig worden, sonderlich weilen mit-
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hin der Reegen gar stark gefallen.

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Rekonstruiert: Sonnenberg.