Transkription
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Iunius
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seÿnd Schwöster Maria Victoria vnnd Schwöster
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Mariæ Agatha auß dem Kloster Grüen-
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enberg ankommen, mit sich bringend ein
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Stüklin xxxa Flächsßin rein Tuch,
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darzu meine Mägdt das Garn gespunnen,
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vnnd gedachte Klosterfrauwen dasßelbe
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gewoben. Ich erfreüwete mich ihrer
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Ankunft, war mir aber leid, daß der-
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mahlen nichts in der Bereitschaft, darmit
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ich ihnen möchte lieb thun, ausßert einem
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guten Trünklin, vnnd einer Schüsßel
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voll gutem Willen, derentwegen sie sich
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darmit vernüegen müsßen. Ehe
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wir Zum Tisch kommen, ist Herr Hermann
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Zollikhofer von Stein mit seinem Sohn
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auch ankommen, die ich gleichermaßen
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zu Tisch gesezt, vnnd also vnß bÿ selbigem
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bis nacher 3 Uhren verweilet.b Da
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dann Herr Zolikhofer wider nacher Hauß gangen,
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die Grüenenbergischen Klosterfrauwen
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aber seÿnd mit meiner Haußhalterin xxxc
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sie sich wenig gesaumbt, vnnd darüber
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ins Hauß kommen, ihr schuldig Gebett zue
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verrichten. Es war heüt sehr
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kalt, vnnd hatte das Ansehen, ob wolte
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eintweders ein starker Schnee, oder Risel
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fallen.f Ist auch endtlich etwas Rißels abge-
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fallen, aber hofenlich ohne Schaden.
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5. Iunii. War den gantzen Tag vnbeständig
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vnlustig Wetter, bald etwas Sonnen-
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schein,