Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

18. Mai 1690 · Seite 204r · Scan 419
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[204r] 1690
Zeile 5
Responsio
(lat) Antwort
Zeile 27
Credunt, numquam fuisse datum subsidium.
(lat) Sie glauben, dass niemals ein Beitrag gegeben worden sei.

Transkription

Maius
1
es damahl geschehen, vnnd dem Vertrag
2
inseriert worden. Weilen aber nichts
3
dergleichen darbÿ geschriben, können
4
sie nit finden, wie sie dahin konnen ge-
5
muesßet werden. Antwort.
6
Wo nichts ausstrukenliches verdeütet werde
7
in den Schriften, müsße mann achten,
8
was natürlich ist, es sÿe geschriben oder
9
nit; vnnd gehe das natürliche allem vor.
10
Als so ein Oberkeit einem befehlen sollte,
11
ein Geschäft zu verrichten innerthalb 24
12
Stunden, vnnd darvor nit aufzustehen;
13
ist nit zugedenken, das vnder disem befelch
14
ihne verbotten seÿe, sein natürliche Noth-
15
wendigkeit in Speiß vnnd Trank zu
16
suechen etc. Item ein Oberkeit befilcht dem
17
Schreiber, iedermann zu schreiben etc. ver-
18
bietet aber nit, das selbiger darumb nit
19
möge sein gebührenden Sold forderen etc.
20
Also auch ist veraccordiert, das die Evan-
21
gelische Eschenzer mögen im Kirchhoof
22
zu Eschentz vergraben werden; folget
23
aber nit darauß, soa sollen sie nit auch
24
helfen selbigen xxxb erhalten, sonder es bleibt
25
das natürliche Gesetz, qui sentit commo-
26
dum, sentiat et onus.
27
Warumb aber, sagten die von Zürrich, so mann
28
vermeint, darzu Recht zu haben, hatt mann
29
von Zeiten des Vertrags niemahlen nichts
30
bÿgesteürt, auch die Evangelische Eschenzer
31
nit

Anmerkungen

a Texteingriff durch Edition im Text. Unsichere Lesung: "so" eingefügt.
b Streichung durch Autor. Rekonstruiert: zu.