Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

18. Mai 1690 · Seite 202r · Scan 415
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[202r] 1690
Zeilen 14–15
Nihil prætendi ab Ecclesia in Burg.
(lat) An die Kirche von Burg könne man keinen Anspruch stellen.
Zeilen 22–23
Sed ab Eschenziis Evangeliis.
(lat) Aber an die Evangelischen von Eschenz.
Zeilen 29–30
Etiam hos negant posse obligari.
(lat) Sie verneinen auch, dass diese verpflichtet werden können.

Transkription

Maius
1
rei zu kommen sie der Vertrag de Anno 1642
2
so klar, das mann ob Gott will darinn
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nichts s/h/ferupulieren...a könne, der heiter
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die Kirchen Burg von der Kirchen Eschentz
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separiere, vnnd die Burgische den Evan-
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gelischen eintzig, die Eschenzer aber den
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Catholischen eintzig zueigne; iedoch mit
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heiterem Vorbehalt, daß die Evangelischen
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Eschentzer ihre begrebt alldorten haben
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mögen. Können also sie nit finden,
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warumb die Kirchen Burg zu dem
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Kirchhoof Gebeüw etwas bÿtragen
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solle, als die gäntzlich separiert.
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Antwort. Mann werde hierinn fahls
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vbel berichtet seÿn, seitenweilen mann
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von Seiten der Kirchen Eschentz an die
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Kirchen Burg einige Prætension einge-
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führt, auch dermahlen noch nit führe,
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weilen freÿlich gar klar, daß die Kirchen
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Burg vnnd Eschentz gantz von ein anderen
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separiert, vnnd keine von der anderen
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einigen Anhang nit mehr habe. Aber
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die Frag stehe bÿ den Evangelischen
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Eschentzeren, ob selbige nit sollten zu dem
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Kirchhoof Gebeüw bÿtragen, als
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die in selbigem vergraben werden,
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vnnd ein bekantes Iuridisches Axioma
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seÿe, ut qui sentit commodum, sentiat
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et onus. Ja sagten Herr
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Evangelischen Eschenzer können vmb nichts
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ange-

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.