Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

20. April 1690 · Seite 193r · Scan 393
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[193r] 1690
Zeilen 8–9
Non urgentur ad novas obligationes etc.
(lat) Sie werden nicht zu neuen Verpflichtungen gedrängt usw.
Zeilen 19–21
Controvertunt ipsimet de solutione duarum gallinarum.
(lat) Sie streiten unter sich über die Zahlung zweier Hühner.

Transkription

Aprilis
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wider empfangen worden. So haben die Lehen-
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Leüt darüber vmb Gnad gebetten, ihnen bis
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zu künftige Abenderung zu verschonen, wollen
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aber deß vberig gern vnnd willich thun, was
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Lehenleüten zustehet. Derentwegen
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ich, weilen Ihre Fürstlich Gnaden mir endtlich alles
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nach meinem Gutgedunken zu disponieren
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vberlasßen, hab ich die alte Lehenbrief
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wider für gültig erkennt, darauf geschri-
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ben, den Leheneÿd thun lasßen, vnnd mit Ab-
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forderung des Ehrschatzes daß Lehen zuge-
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stellt. Einzig stund noch vnder
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Hanß Pantlins intressierten streitig, wie
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sie die 2 huenlin, welches selbige Lehen
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zahlen sollte, vnnd von vilen jahren har
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vnbezahlt gebliben, sollten auf den güteren
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vertheilt werden. Ich forderte nur die
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Anno 89 verfallene, was aber eltere weren,
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liesße ich fahren, vnnd dann inskünftig
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sollten sie fleisßig eingezogen werden.
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War endtlich daß resolviert, Jogli Traber
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vnnd andere mit interessierte sollten in
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Freündtlichkeit zusamen tretten, vnnd sehen
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wie sie diße Grund zinß hüenlin mit ein
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anderen vertheilten. Ich gab ihnen
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etwas von eingebeizten Wiechßlen, vnnd
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entlasste sye also.
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Den Tag gab ich dem Weÿbel befelch, auf
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mornderigen Tag ettliche alte ehrliche Männer
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zu sich zu nemmen, damit wir auf mornder-
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igen tag, so der schön were, könten den
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Reichen-

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