Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

2. Februar 1690 · Seite 172v · Scan 352
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Marginalie
[172v]
Zeilen 1–3
1690 Affert secum fercula varia cum potu.
(lat) Er bringt verschiedene Gerichte und Getränke mit.
Zeilen 29–30
Eius adventus Sanctimonialibus gratissimus.
(lat) Seine Ankunft ist den Schwestern sehr willkommen.

Transkription

Februarius
1
name mit mir 6 Masß des besten rothen
2
Weins, 2 Capaunen, 2 hüener, ein
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Mandel durten, ein zimmlich grosßen
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Kalber braten, 2 Pasteten, darvon
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eine warm, die andere kalt, ein Schungen,
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2 Platten von Sultzen, vnnd 12 Mutschlin
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brodt, mit blut- vnnd Leberwürsten.
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Auch ein Duzet bratwürst etc. Vnnd
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damit alles möchte hinüber getragen
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werden, nam ich mit mir den Laggeÿ,
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welcher den Wein, vnnd 2 Mägdt, welche
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die Speißen etc. tragen müsste, neben
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meiner Haußhalterin, welche alles wider
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wohl zurüsten wüsste. Der Schifmann
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gieng auch mit vnß, demme ich sein ab-
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sonderlichen Trunk geben, damit er den
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frommen Schwösteren von dem ihrigen nichts
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verzehren müsste, mit brodt gnug, da
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beneben er schon am Morgen zue hauß
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von mir ein Suppen mit einem Trunk
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vnnd brodt empfangen. Mit
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disem allem fahrten Wir bis auf Wangen
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glüklich, dorten ich ein Weegweißer
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anstellen wollen, der vnß den Weeg
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zeigen sollte, welcher aber so vill geheüschet,
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daß ich ihme pro Eleemosyna 3 Gulden geben,
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vnnd dann heisßen zu Hauß bleiben,
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hofend, der Liebe Gott werde vnß den
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rechten Weeg gnadigklich leiten: so auch
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geschehen: dann wir glüklich vor halber
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9 Vhr in Grüenenberg ankommen,
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vnnd

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