Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

18. Januar 1690 · Seite 166v · Scan 340
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[166v] 1690
Zeilen 13–14
Prandet cum Patribus Capucinis.
(lat) Er nimmt das Mittagessen mit den Kapuziner-Patres ein.
Zeilen 28–30
Domini Cellenses queruntur contra Patris Mariani litteras acerbas uti dicebant.
(lat) Die Herren von Radolfzell beklagen sich über den scharfen Brief von Pater Marianus, wie sie ihn nannten.

Transkription

Ianuarius
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vmb das versprochene Gwildt-Stuk mich an-
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zumelden: der sagte mir, das vngefahr bis
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vmb 10 Vhr selbiges werde hier seÿn. Mit
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dißer hofnung, es werde demme also noch ge-
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schehen, bin ich gleich darauf zu den Vätteren
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Herr Frantz Nosch mich begleitet, vnnd dorten
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empfieng mich Pater Guardian mit aller
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Freündtlichkeit, vnnd führte mich in Refectorium,
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sich mit mir von allerhand Sachen gantz
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Freündtlich ersprachend. Vnder desßen ist
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Herr Frantz Nosch wider nacher hauß gangen:
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ich aber mit den Capuzineren etwas vor 11
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Vhren zu Tisch gesesßen: da ich erfahren,
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daß ich mit heütigem meinen Præsentlinen
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ihnen wohl bekommen: lebten hiermit sie
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von dem jenigen, was ich ihnen vberbracht,
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zimmlich wohl, vneracht es nit vill ge-
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geweßen, dann sie sonsten nit vill anders
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gehabt. Eß währete das Esßen
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schier gegen halber 1 Vhren, nach welchem
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die Vätter mit mir widerumb sehr fründt-
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lich geweßen, vnnd das behüete Eüch Gott
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gegeben. Darüber ich wider gangen zu-
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sehen, ob das Wildstuk vorhanden, aber
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widerumb nichts gefunden, darvon ich
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nit wenige Mortification bekommen. In
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zu mir, weist mir etwas Schreiben,
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zu Cell im Septembris abgelasßen, darinn
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die herren zu Cell vermeint, etwas
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be-

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