Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

18. Januar 1690 · Seite 166r · Scan 339
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[166r] 1690
Zeilen 4–5
Emit pisces pro Patribus Capucinis.
(lat) Er kauft Fische für die Kapuziner-Patres.
Zeilen 20–21
Tractat cum Francisco Nosch de Vineis.
(lat) Er verhandelt mit Franziskus Nosch über die Reben.

Transkription

Ianuarius
1
eines Eynsidler Käßes, solche den
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Patribus Cappucinis zu verehren; vnnd da
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ich auß dem Schif gestigen, kam ein Fischer
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mir schöne Fisch verkäuflich anerbietend,
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mit demme ich, weil es scheinte, vnßer herr
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vnnd Gott diß mir darumb in die Hand
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geschikt, gemarktet, aber den Markt nit
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schliesßen können, dann er gar hoch im
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Preÿß gestigen: nichts destoweniger
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wünschte ich Reverendis Patribus Capucinis ein Esßelin
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Fisch zu verehren. Nach demme aber ich lang
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mit Herrn Frantz Noschen in seinem Hauß con-
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versiert, ist der xxxa Fischer wider kommen,
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vnnd gesagt, er mit der Anerbottenen
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Bezahlung wolle content seÿn, die ich ihme
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gleich paar (nammlich ein Reichßflorin) dar-
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geworfen, vnnd die Fisch mit anderen
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obvermelten Sachen Reverendis Patribus Capucinibus zu-
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tragen vnnd verehren lasßen, mit ver-
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melden, ich wolle mit ihnen kommen ein
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Mittag Süpplin nemmen etc. Inzwüschen
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aber redte ich mit Herrn Frantz Noschen von
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den Reeben, von welchen er mich berichtet,
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Reverendus Pater Marianus hab solche ihme, seinem Sohn,
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vnnd einer Ellenbästin verdinget vmb
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den dritten Eÿmer: Werde also aniezo
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der Contract sich nit abenderen lasßen,
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sonder darbÿ sein verbleiben müsßen haben.
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Nach demme ich lang mit ihme von disem
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vnnd anderem ein mehrers geredt,
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hab ich gesuecht, mit Herrn Johann Christoph Burtz
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vmb

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Rekonstruiert: Schif.