Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

4. Januar 1690 · Seite 162v · Scan 332
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[162v] 1690 a
Zeilen 26–28
Fera promissa ex Cell nondum affertur, sed pelles Vulpinæ octo.
(lat) Das versprochene Wildbret aus Radolfzell wurde noch nicht gebracht, dafür aber acht Fuchspelze.

Transkription

Ianuarius
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angehalten, mit vermelden, Burgermeister
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Jogli Schönholzer von Evangelischer Seiten
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werde bald folgen, den er sonsten vermeint
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habe, hier im Schlosß anzutrefen, ist aber auß-
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gebliben: vnnd bekenne ich, wann ich ge-
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wüsßt hette, das xxxb er nit erscheine,
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vnnd mit dem Catholischen Burgermeister vmb den
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Trunk anhalten wurde, were ich mit
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Verwilligung des Trunks nit so gnädig
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gewesen, oder wenigst hette ich nur ein Eymer
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verwilliget. Nunn ist nichts darby ver-
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spihlt, vnnd können sie hierauß kein Conse-
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quenz machen. Ich verbleibte
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den gantzen Nach Mittag bÿ Hauß, vnnd
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occupierte mich bald mit Leßen, bald mit
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Schreiben, bald spazierte ich von einem Ohrt
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vnnd Zimmer in daß andere, vnnd ver-
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kürzte also mir die Zeit. Eß seÿnd auch
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mit hin Sänger vnnd Sängerinnen vor die
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Fenster kommen, vnnd Weÿnacht Lieder nach
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hieländischer Arth gelalet, dennen ich zur
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Kurzweil ein vnnd andermahl zugehorch-
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et. Auf den Abendt hatt es ein zimm-
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lich starken Luft geben, der auf Schnee
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gedeütet.
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4. Ianuarii. Schikte ich mein Laggeÿ nacher
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Cell, wegen eines Wildstuks, welches Herr
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sprochen. Welcher den Abendt wider heim-
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kommen, vnnd 8 Fuchßbälg mitge-
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bracht, welche gesagter Jegermeister
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Herrn Patri

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert: "1680 bzw. 168" durch "1690" ersetzt.
b Streichung durch Autor. Rekonstruiert: nit.