Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

5. November 1689 · Seite 145r · Scan 295
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[145r]
Zeile 1
1689
Zeilen 7–8
Confert cum Patre Antonio circa elocationem bonorum.
(lat) Er bespricht mit Pater Antonius die Verpachtung der Güter.
Zeile 18
Proficiscitur in Freudenfels.
(lat) Er bricht nach Freudenfels auf.
Zeilen 28–31
Domino Sculteto Rupplin insinuat Mentem Illustrissimi circa negotium domus Parochialis in Gachlingen.
(lat) Er teilt dem Herrn Schultheiss Rüpplin die Gesinnung von Ihrer Fürstlich Gnaden über den Handel des Pfarrhauses in Gächlingen mit.

Transkription

November
1
Nach kurzer Verweilung, setzten Wir vns
2
zum Tisch, vnnd machten vnß lustig.
3
Vnder desßen erzellte ich mithin von meinen
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Commissionibus, damit Herr Statthalter darvon all-
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gemach ein Rahtschlusß abfasßen möchte.
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Vnnd nach dem NachtEssen, als Schriber
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Rüdi in sein Hauß gekehrt, erzellte ich
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ihme alles weitleüfig, vnnd batte, er
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darüber ein reiflichen Rahtschlusß abfasßen
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wolle. Wir conversierten mit ein
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anderen vast vber 9 vhren, da gienge ein
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jeder zur Ruhe.
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5. Novembris. War ich wider frühe, wollte bald
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Mesß leßen, fand aber niemand, der mir
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zu Althar dienen könnte; bis nach langem,
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ist endtlich mein Bueb herfür gekrochen.
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Dem ich befohlen zur Mesß zu leüten, war
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vast 6 Vhren. Nach vollendter Heiliger Mesß
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nama ich ein kurtze Collation, vnnd reite-
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te nacher Frauwenfeld, wohin mich der
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Schreiber Rüedi begleitet. Ich liesß daß
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Pferdt vor die Statt hinauß führen,
23
vnnd gieng mit Schreiber Rüedi zu Herrn
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Schultheisßen Rüeplins Hauß, den aber
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ich nit angetrofen: schikte nach ihme, vnnd
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kam er bald. Ihme eröfnete ich
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wegen des Gachlangischen Pfarrhaußes,
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wegen Freüwdenfels, der mir den Ein-
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schlag gegeben, vor Herrn LandtVogt einzig
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einzubringen, das die Pfarr vndergebene
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zu

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.