Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

9. Oktober 1689 · Seite 130r · Scan 265
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Marginalie
[130r]
Zeile 1
1689
Zeilen 5–6
Pater Œconomus contradicit et vetat executionem.
(lat) Pater Statthalter rät ab und verbietet die Ausführung.
Zeilen 17–18
Imponit fidem Torcularium directoribus.
(lat) Er legt den Trottmeistern einen Eid ab.
Zeile 22
Concedit ipsis haustum.
(lat) Er gewährt ihnen einen Trunk.
Zeilen 26–27
Pater Marianus in Eschenz sacrum facit.
(lat) Pater Marianus hält die Messe in Eschenz.

Transkription

October
1
darzu einwilligen, vnnd den Schaden der heüten,
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weilen mann sie mit Haut vnnd Har
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verlochen sollte, demme, so das Haupt Vÿch
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gefallen, tragen helfen, es möchte dann
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gleich wohl trefen, wenn es wollte. Ich
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redte darwider, vnnd erachtete diß ein Aber-
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glauben seÿe: möchte aber nit so vill würken,
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daß sie nit ein Mehr darumb ergehen lassen,
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vnnd ermehret, diße heüt iede per 1 Florin zube-
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zahlen. Desßen ich nit wohl zufriden
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geweßen, vnnd sie darvon abgemahnet.
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Waß nun geschehen werde, gibt die Zeit.
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Nach geendeter Gemeind (bÿ welcher der
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Leütenambt Harder auch etwas vorge-
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tragen von der Theilung des Schomats,
16
welche sollte gemacht, vnnd nechstes bÿ
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einem Augenschein verrichtet werden)
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hab ich den Anweßenden Trottmeisteren den
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Eÿd geben, vnnd darnach sie ermahnet, in
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den Trotten fleisßig zu seÿn, damit einem
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iedem das seinige Werde. Etc. Sie halteten
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darauf durch den Weibel vmb ein Trunk
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an, den ich verwilliget, vnnd auf Morgen
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ihnen geben zulasßen versprochen. Bin
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also wider auf Freuwdenfels gangen.
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9. Octobris. Gieng Reverendus Pater Marianus auf Eschenz zu-
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predigen, ich aber verbleibte zu Hauß, in
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Meÿnung ein Aderen öfnen zulasßen; derent-
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wegen ich zum balbierer nacher Œningen ge-
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schikt, der aber nit kommen, sich entschuldigend, er
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nacher Worblingen zu gehen versprochen. Hab
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also

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