Transkription
1
1. Octobris. Haben hießige Murer, denen
2
ich etwas wenigs Arbeit hier verdinget
3
hatte, diße expediret: hab darauf mit ihnen
4
gerechnet, vnnd ihnen ihre vngeschiklichkeit
5
mit vilen Worten zu verstehen geben. Eß
6
waren aber die grobe Leüt so vngeschikt,
7
das sie diß nit Zum gutem, xxxa sonder zum Ver-
8
trusß verstanden: derentwegen ich ein
9
grosß misßfallen darbÿ gehabt, doch
10
endtlich ihnen noch ein Trunk geben lasßen,
11
vnnd sie also fortgeschikt. Gewüsß
12
ist, das sie sehr vngeschikte vnnd vner-
13
fahrne Leüt seÿnd, vnnd wann vnser
14
Bruder Caspar nit were hier geweßen,
15
hett ich nit vill gutes von ihrer Arbeit
16
gehofet. So ist aber endtlich durch Bruder Caspars
17
Gegenwart vnnd Zuspruch die Sach in
18
etwas besßer worden. Etc.
19
20
begehrt worden, auch dahin gangen, den Gottsdienst
22
bliben, vnnd dorten mein Schuldigkeit einfeltig
23
verrichtet. Nach Mittag ist vnßer
24
Bruder Caspar verreist nacher Münsterlingen
25
dorten andere seine Geschäft zu verrichten,
26
bald darauf kombt Hanß Caspar Schmidt von
27
Stein, pittlich anhaltend, das er seine trauben
28
im Guggenhaußer möchte in die Statt oder
29
sein Trotten, ausßert die Gricht führen zu-
30
truken: masßen solches andere jahr ihme auch
31
vergünstiget worden. Ich antwortete,
32
wolls für diß jahr geschehen lasßen, allein
33
dem