Transkription
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5. Augusti. Haben Wir Zu Freüwdenfels angefangen
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schneiden, gleich wohl erst gegen 9 Vhr, vnnd war
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dermahlen niemand anderer darbÿ, als von
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vnßerem Hauß Sechs, vnnd der Stumm, in
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Summa 7 Persohnen. Ich vermeinte anfäng-
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lich, das Wetter wolle gar vngünstig seÿn,
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weilen immer ein starker Luft, eben wie gester
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geweßen (da es mithin Reegen, mithin Sonnen-
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Schein gehabt) da aber ich nachgendts gesehen, wie
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gut es ausßfallen wolte, hab ich Zum Weybel ge-
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schikt, vmb wenigist 10 Schnitter auf den Mittag
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harzuordnen, der aber solches eintweders lez ver-
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standen oder vngeschikt ausßgericht, das dißer
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tag niemand, als gesagte Stummin erschinen.
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Sonsten hetten wir heut wegen des so gar guten
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Wetters, ein edle Ernd gehabt. Nach
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Mittag schikte ich wider zu dem Weÿbel, auf
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mornderigen Tag aufs wenigist 30 Schnitter
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harzu ordnen, wann das Wetter wolte
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günstig seÿn, damit wir dem Feld desto
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besßeren Raum könnten machen.
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6. 8. vnnd 9. Augusti Machten wir die Korn Ernd
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alligklich fertig, vnnd seÿnd wir den 9. tag erst
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nachts vmb 10 Vhr noch mit einem Wagen Frucht
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in die Scheür gefahren, vnnd das NachtEsßen gar
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spath einnemmen können. Ich nötigte aber stark,
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damit wir auf mornderigen Tag Sancti Laurentii Fest
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wenigist auch in etwas feÿren könten.
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8. Augusti. Kam vnßer Herr Pater Marian allhero, mit
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Zweÿen seiner Zu Cell gehabten Hauß Mägdten,
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vnnd brachte mit sich ein Zimmlich schönen haußrath
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von