Transkription
1
Mütt könnten bÿgetragen werden. Allein
2
seÿe ich noch nit so wohl Versiert in dißer
3
Œconomia, vnnd werde alsdann wenig Gelt
4
geben, wann ich so vill Frücht werde liferen
5
müesßen: da gleichwohl mir nit vill dar-
6
an gelegen, vnnd wolle ich mich desßen keines
7
weegs bekümmeren. Als Herr Statthalter
8
vernommen, das auch etwas Habers vorhanden,
9
wendte er gleich vor, der Mangel des habers
10
seÿe eben so Grosß, als des brodts. Also möchte
12
liferen seÿn. Mir wäre es gleich, sagte
13
ich, vnnd woll hiermit den befelch nechstes er-
14
warten. Also endeten wir den Tag.
15
26. Aprilis. Darauf giengen Wir samptlich auf
16
17
vnnd ich particulariter eingeladen geweßen,
18
dem grosßen, so genannten jahrzeit bÿzuwohnen.
19
Ich leidete im Gang nit wenig Vngelegenheit
20
wegen etwas Grimmens im Leib, so mich Zum
21
dritten mahl auf ein Seiten getriben: derent-
22
wegen weder daß Seel Ampt, Noch Vnßer Lieb
23
Frauwen Ampt, deren aber beide mir aufgetragen
24
worden, dörfen vnderstehen zu singen: laße also
25
fürderlich mein Heilige Mesß, vnnd wohnete
26
darnach beiden Aempteren bÿ, deren daß
27
SeelAmpt vnßer Herr Statthalter Zu Pfefiken,
28
daß Ampt von Vnserer Lieben Frauwen Herr Statthalter zu
29
Sonnenberg