Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

25. März 1689 · Seite 57v · Scan 120
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[057v] 1689
Zeilen 3–4
De pauperibus notandis.
(lat) Die Armenordnung ist schriftlich abzufassen.
Zeilen 13–14
Petunt inquiri terminos agri alicuius in Urbario.
(lat) Sie fordern, die Grenzen eines Ackers im Urbar festzustellen.
Zeilen 26–28
Pater Antonius ex Sonnenberg venit in Freudenfels
(lat) Pater Antonius aus Sonnenberg kommt nach Freudenfels.

Transkription

Martius.
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geweßen. Ich ziehete beneben
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an, daß auf neüwlich mir gethane Pro-
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position der Armen Leüten halben mit den
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Vnßerigen bÿ Occasion der Kirchen Rechnung
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geredt, welche vermeinen wollen, wann
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mann den Armen ein Zeichen gebe, wurden
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sie diß ein anderen lehnen: were derentwegen
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besßer, selbige in Schrift zu verfasßen,
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vnnd also schriftlich zu vbergeben. Sie
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antworteten, das Herr Nachpar Verwalter
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Zu Oeningen gleicher masßen die Seinige
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in Schrift verfasßet habe: Werden auch
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darmit wohl zufriden seÿn, wann diß also
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ihnen werd vberbracht werden. Endt-
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lich begehrten sie, daß ich ein Vrbar aufschlagen
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wolte, vmb gewüsße Anstösß eines ihnen
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zuständigen Akers zuersehen. Ich suchte
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mit ihnen, so gut ich könnte: fand zwar
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etwas, aber nit zu völligem Vernüegen, etc.
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Derentwegen sie mich gebetten, etwas weit-
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ers nachzuschlagen: so ich auch versprochen
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zu thun. Erbietete ihnen auch ein
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gläßlin Brandts, oder sonsten Weins, deßen
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sie sich entschuldiget, vnnd wider abgereist.
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Nach Mittag ist vnßer Herr Statthalter Pater Anto-
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nius von Sonnenberg ankommen, so xxxa mich
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nit wenig erfreüwt, sonderlich auffb
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mornderige Heilige Solemnitet Annuntiationis
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Beatæ Virginis damit ich diße Solemnitet desto besßer
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halten könte. Ist hier verbliben bis
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den

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Rekonstruiert: sich.
b Unsichere Lesung.