Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

24. März 1689 · Seite 56v · Scan 118
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Zeile 1
[056v] 1689
Zeilen 29–31
Queruntur, quod Moneta imperialis in pleno valore non acceptetur.
(lat) Sie beklagen sich, dass das Reichsgeld bei vollem Wert nicht akzeptiert werde.

Transkription

Martius
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vmb diß Lehen zu requirieren: so hatte aber
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Heinrich Güttinger der Verkäuffer sich
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verobligiert, vorhero mit der Herrschaft
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abzukommen vnnd Richtigkeit Zumachen,
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so aber sie vernemmen müsßen, bis dato nit
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geschehen seÿe. Damit dann sie ihre
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Schuldigkeit ablegten, haben Sie sich wollen
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vmb dis Lehen anmelden, vnnd pitten, mann
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diß ihnen auch anvertrauwen, vnnd Sie
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für Lehentrager annemmen wolle. Ich
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Antwortete, mich freüwe, Sie Zu Lehentra-
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geren zu haben, wurd mich erfreüwen, nit nur
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in dißem, sonder mehrerem anderem ihnen be-
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dient zu seÿn: woll iedoch meinen Gnädigen Fürsten
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vnnd Herren darüber berichten, vnnd seines
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Befelchs mich erholen, vmb Zu erfahren,
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was selbiger mir Gnädigist anbefehlen
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werden. Vnnd so dann mir dißer werd
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vberbracht seÿn, wolle ich Sie desßen wider
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avisieren. Werd zwar nichts widrigeß
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xxxa zu erwarten seÿn, sonder nur damit ich
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auch daß jenige verrichte, was mein Schuld-
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igkeit ist. Desßen Sie wohl zu-
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friden geweßen, vnnd beneben versprachen,
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sie wollen dem Güttinger helfen mir Zubringen,
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vnnd instigieren, das er Richtigkeit mache.
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Sie meldeten darüber auch, daß ihr Spittelherr
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ihnen befohlen mir anZubringen, das Hanß
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Bach Vnßer Einzieher jüngst bÿ ihme
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den jährlichen Zinß erforderet, aber kein ander Gelt,
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als Rauchgelt annemmen wollen. Desßen Herr
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Spittel-

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Rekonstruiert: seÿn.