Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

12. Februar 1689 · Seite 45v · Scan 96
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–4
[045v] Dominus Wolf Fridericus à Beroldingen visitat Patrem Œconomum, et in Freudenfels pernoctat.
(lat) Herr Wolf Friedrich von Beroldingen besucht den Pater Statthalter und übernachtet in Freudenfels.
Zeilen 5–6
Domesticatrix reversa famulam secum affert.
(lat) Die Haushälterin kehrt mit einer Magd zurück.
Zeilen 9–11
In Clingencell invitatut ad Natalem Reverendi Patris Willhelmi
(lat) In Klingenzell wird er zum Geburtstag von Ehrwürden Pater Wilhelm eingeladen.
Zeilen 13–14
Adsunt Clittellarii Einsidlenses.
(lat) Einsiedlische Säumer sind anwesend.
Zeilen 16–17
Pater Marianus ex Cella advenit in Freudenfels.
(lat) Pater Marianus aus Radolfzell kommt nach Freudenfels.
Zeilen 19–20
Pater Œconomus communitati interest in Eschenz.
(lat) Pater Statthalter nimmt an der Gemeindeversammlung von Eschenz teil.
Zeilen 26–27
Pater Antonius ex Sonnenberg venit in Freudenfels.
(lat) Pater Antonius aus Sonnenberg kommt nach Freudenfels.
Zeilen 30–32
Dominus Ebinger donat Patri Œconomo pedem damæ Sylvestris.
(lat) Herr Ebinger schenkt Pater Statthalter einen Rehschlegel.

Transkription

Februarius
3
Sohn, mit mir das Mittag Süpplin genommen,
4
ist darnach gleich wider gegen Gintelhart geritten.
5
8. Februarii. Ist Jungfrau Maria Elisabeth wider glüklich heim
6
kommen vom Sonnenberg, mit sich ein neüwe
7
Magdt bringend.
8
10. Februarii. Spazierte ich nacher Clingenzell, dorten
9
mein Andacht zu verrichten. Vnnd weilen
10
es Patris Wilhelmi ware, ladete mich
11
Pater Statthalter daselbsten gantz ernstlich zum
12
Mittag Esßen. Eß waren aber dazumahlen
13
vnsere Seümer gegenwertig, welche ich ab-
14
fergen müste: Gieng derentwegen wider nacher
15
Hauß, vnnd bleibte allda.
16
11. Februarii. Kam Vnßer Herr Pater Marian von Cell
17
nach Mittag vngefahr vmb 2 Vhren allhier
18
glüklich an zu Fuesß. Am Morgen
19
hab ich lasßen die gewohnete Gemeind halten
20
zu Eschentz, darbÿ mich erfreüwt, selbiger für
21
daß erste mahl bÿ zuwohnen. Gibt etwann
22
Gelegenheit, selbige ausßführlicher zubeschreiben.
23
Heüt hab ich lasßen in das Hauß ein Küehlin,
24
ein Schwein vnnd ein Kalb metzgen. Seynd alle
25
zimmlich wohl ausßgefallen.
26
12. Februarii. Langte auch vnßer Herr Pater Antonius
27
von Sonnenberg bÿ mir an, am Morgen vmb
28
10 Vhren, so mir nit wenig erfreüwlich ge-
29
weßen. Dahin mir gar wohl vnnd zu
30
sonderem Trost Herr Ebinger Herr zu Schlatt
31
ein schönen Rech-Schlegel verehrt. Ich hab
32
ihme

Anmerkungen

Keine Anmerkungen auf dieser Seite.