Transkription
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21. Ianuarii. Müssten mir die dienst den gantzen mor-
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gen feÿren vnnd Mesß hören. Nach Mittag aber
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liesß ich das vnder Hauß etwas außraumen
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vnnd seüberen. Den vbrigen Tag tath ich an-
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ders nichts, als Schreiben: es hatt Zwar auch
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etwas Audienz geben, doch von keiner sonderer
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importanz.
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Regeen vnnd giengen die Wasßer sehr auf,
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also das vnßere Seümer zu Gachlingen
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bleibem müsßen, vorherige Nacht aber gar nit
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fortkommen können. Gieng also grosßer Ko-
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sten darüber. Ich bleibte beständig
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im Hauß, vnnd lage meiner gewohnten
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Arbeit ob. Eß hatt xxxa doch den Tag
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nit wenig arbeit geben, vnnd vill Audientzen,
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die in dem Protocoll, so ich Täglich brauche, auf-
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gezeichnet.
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23. Ianuarii. Sonntags gieng Maria Elisabeth auf
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meinem befelch an des Jegers Hochzeit, vnnd
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gab ich ihren darzu Zehrung vnnd Gabung, damit
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sie bÿ diser Gelegenheit die Tractation sehe,
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vnnd vber die geforderte Vnkösten mich berichten
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könne. Ich aber gieng nacher Klingenzell
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dorten mein Andacht zu verrichten, masßen
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ich dorten mich mit dem Lieben Gott reconciliert,
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Mesßgehalten, darüber auch der Predig vnnd Mesß
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Reverendi Patris Willhelmi bygewohnet, vnnd darnach
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nacher Hauß zum Mittag Esßen gekehrt. In
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desßen kam ein Bott von Sonnenberg mit
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riefen von Herrn Patri Antonio, in welchen er verlangt,
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das ich einen Convertiten Adam Fehr zu einem
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Karrer annemmen wolle. Ich antwortete,
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seÿe mit diensten gnug versehen: jedoch wann er
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vermeine, das ich einen Superarogatorium, ad sal-
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vandam animam