Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

20. Dezember 1688 · Seite 25v · Scan 56
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[025v] 1688
Zeilen 7–9
Monet Pater Ioseph, mutationem habitationis facile fieri posse.
(lat) Pater Joseph mahnt, dass der Tausch der Häuser leicht geschehen könnte.
Zeilen 29–30
Domesticatrix in Sonnenberg profecta.
(lat) Die Haushälterin ist nach Sonnenberg aufgebrochen.

Transkription

December
1
gewüsß ein nit geringer Schaden seÿe. Jedoch
2
wann Ihre Fürstlich Gnaden ihme solches zugesagt,
3
wolle ich nit darwider seÿn; könne aber
4
villeicht ein anders werden, da sonderlich
6
hinwek verlange, ein gute ehrliche behauß-
7
ung sueche, welche nach bÿ der Kirchen,
8
vnnd ehrlich seÿe etc. Könte villeicht ein
9
befelch kommen, daß sie solltea in das Wÿhrts-
10
Hauß zu den Rappen gewißen wurde.
11
Herr Pfarrer antwortete darüber, waß
12
diß anlange, woll er dißer Frauwen wohl
13
können behaußung geben, für sie ein
14
eigene Stuben, vnnd könnte alsdann die
15
Magdt mit der seinigen in einer Kammer
16
sich aufhalten, vnnd also beiderseits Trost
17
geschehen. Ich antwortete, wüsße
18
noch nit, was Ihre Fürstlich Gnaden befehlen
19
werden, vnnd lasße hiermit den Handel
20
eingestellt seÿn. Worauf ich dem
21
Herrn Pfarrer lasßen ein Trunk geben, vnnd
22
also wider entlasßb heim kehren.
23
Auf dißen Discurs bettete ich mein Vesper vnnd
24
Complet, nam das NachtEsßen ein, daß mir
25
gar treflich beliebt, vnnd gieng darüber
26
nach etwas gethaner Registrierung in
27
mein Zimmer zur Ruhe.
28
20. Decembris. Nach demme ich mein Gebett
29
verichtet, vnnd celebriert, hatt Maria Elisa-
30
beth von mir Erlaubnus genommen, nacher
31
Sonnenberg zu gehen, zu dem Zihl vnnd End
32
gester

Anmerkungen

a Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Streichung, die mit dem Unterstrich wieder aufgehoben worden ist.
b Streichung durch Autor. Unsichere Lesung.