Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

3. Oktober 1688 · Seite 659 · Scan 670
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Marginalie
[659]
Zeilen 2–4
Oblatio Smaragdi et Rubini a Domina Comitissa de Öttingen.
(lat) Die Weihung eines Smaragds und eines Rubins durch die Frau Gräfin von Öttingen.
Zeilen 12–14
Venti et turbines per Novembrem et Decembrem.
(lat) Starker Wind im November und Dezember.

Transkription

Appendix
1
Ad Annum 1688.
2
Vergangenes Jahr hatt die Frauw Gräfin
3
von Öttingen ein sehr kostlichen vngeschnittnen
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Smaragd verehrt, sampt einem zimlichen
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schönen Rubin Stein. Welches alles sie vnßrem
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Herrn Patri Kuchimeisteren vberschikt. Eß scheinte
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zwar gesagter Smaragdt nur ein Stüklin
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Glaß zu seÿn, so hatt aber gesagte Frauw Gräfin
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gesagt, Sie diß von Ihrem Herrn Vatter seelig
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da er im Todtbetth gelegen, von sonderer
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Liebe wegen empfangen.
12
Durch den gantzen Monat Novembrem haben wir
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sehr starkes Windt Wetter gehabt, welches
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hernach in den December sich continuiert,
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mit solcher Furia, das vill Heüßer dar-
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von grosße Vngelegenheit gelitten, in
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Walderen vill Baum nidergeworfen wor-
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den, so gar in ettlichen Ohrten gantz Stuk
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Wald von der Wurtzen wekgerisßen. Auf
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vilen Häußeren warf es die Camin ab,
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auch mithin gantze Stuk Maur etc. Vnnd
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das nit nur in einem Ohrt, sonder vast
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durch das gantze Land,a masßen wir auch
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denfels solches, besonders in Tacheren
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erfahren, wo es die Ziegel sehr schädlich
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abgeworfen, vnnd abgedekt.
28
Bÿ

Anmerkungen

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