Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

3. Oktober 1688 · Seite 655 · Scan 666
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Marginalie
[655]
Zeile 4
2
Zeile 13
3
Zeile 21
4

Transkription

1
seÿn wolle; seÿe du, wie bis dahin, also mehr
2
vnnd mehr ein Glük- ein Heÿl- ein Trost-
3
ein Sieg- ein Morgen- ein Meer-Stern.
4
Eß erkennt vnnd bekennt Œsterreich,
5
das es seÿe dein vnnd seÿn wolle;a dann
6
du bist die einige wahre Regina Austri,
7
Königin der Oesterreichen; Ach stehe ihme
8
zu Rechten! Eß erkennt vnnd
9
bekennt Carniola (Kräin) das es seÿe
10
dein vnnd seÿn wolle; denn du hast aller-
11
gnädigist verhüetet, das dißes Fleisch-
12
bisßel den Türkischen Hunden nit ist
13
fürgeworfen worden. Es erkenntb
14
vnnd bekennt Windisch-Mark, das es
15
seÿe dein vnnd seÿn wolle. Wähe, streiche,
16
blaße du Ihme als ein lieb-trostlicher
17
Ost-Wind für baß mehr vnnd mehr in
18
den Sägel, leite, führe es glüklich durch
19
die strudlende Kriegs-Flutten zu dem
20
Port der wahren Glükseeligkeit.
21
Eß bekennt vnnd erkennt Schleßien,
22
das es seÿe dein vnnd seÿn wolle. Seÿe
23
du Ihro ein Schlüsßel, schliesße Schlesien
24
auf die Schatz-Kammer zeitlich- vnnd
25
ewiger Gueter. Es erkennt
26
vnnd bekennt Moravia, das es seÿe dein
27
vnnd seyn wolle. Moravia Amor via:
28
Gibe du gnädigist zu, das die Liebe ge-
29
gen dir in Mähren als auf dem Weeg
30
allezeit zunemme, dort aber in dem Vatter-
31
land

Anmerkungen

a Texteingriff durch Edition: Doppelpunkt durch Semikolon ersetzt.
b Korrektur durch Autor im Text. Unsichere Lesung: "bekennt" durch "erkennt" ersetzt.