Transkription
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1. Augusti. War der erste Sonntag deß
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Monats, vnnd vnßere Kirch Weÿhung, so
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am Morgen fein, vnder tagen Tunder, vnnd ge-
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gen der Vesper zimmlich stark Reegenwetter,
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der Abend entgegen feine Helle gebracht.
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seÿn wollen,a denn Pater Meinradus, demme disere
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zuthuen zugeschriben geweßen, hatt sich deren
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gantz vergesßen, vnnd wollte lang nie-
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mand auf die Cantzel steigen, also das es
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sich ein halbe Stund verweilet,b bis endtlichen,
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da mann nachgeschlagen, wer predigen solle,
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Pater Meinrad in der Schuld erfunden worden,
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demme aber also vnbereit auf die Cantzel zu-
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steigen gar zu schwär fallen wollen. Es war
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das Glük so gut, daß Pater Lienard sich auf
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eine Predig gerüstet, in der Bennauwer Kirch-
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en zuthuen, so aber auf heüt nit geschehen
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konnen, auch nit außgekündt geweßen.c
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Derentwegen er befelcht worden, den Predig
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Stuhl zubesteigen, vnnd den Mangel zu supplieren,d
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welches er mit grosßer Satisfaction ge-
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than.
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Bruder Heinrich, dorten den mornderigen Tag bÿ
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den Patribus Capucinis zu predigen. Kehrten bÿ
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Hauß wider zu den 3. Tag Augusti. In
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gleichem