Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

22. Juli 1688 · Seite 544 · Scan 555
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[544]
Zeile 1
1688
Zeilen 6–8
Hymnus Te Deum cantatur ob natum Angliæ Regi filium.
(lat) Der Hymnus Te Deum wird gesungen, weil dem König von England ein Sohn geboren wurde.
Zeilen 18–23
Dispensatur in die Festo Sanctæ Mariæ Magdalenæ. Pater Œconomus rursus in Brutten decimas elocat grandine miserabiliter destructas.
(lat) Der Pater Statthalter erhebt nach dem verheerenden Schaden in Brütten erneut den Zehnt.

Transkription

Iulius
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Gnaden nit gleich darauf solemnem Benedictionem
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gegeben, sonder seynd gleich also in Pontificalibus
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hinauf in Chor gangen. Vnder desßen
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singten die Herren Musicanten den Hymnus Te
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Deum laudamus solemniter auf der grosßen
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Orgel, zu desßen Endt Ihre Fürstlich Gnaden Versum
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vnnd Collectam in Choro zugesezt, vnnd erst
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darüber gaben sie Benedictionem. Vrsach war-
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umb dißere Hymnus Te Deum laudamus gesungen
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worden, ware, dem Lieben Gott schuldigen Dank
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zu sagen, das er dem Jezmahligen König in
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Engelland Jacobo [...]a einen jungen Prin-
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zen gnädigist verlÿhen, durch den wir Ca-
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tholische hofeten, das Konigreich Engelland
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werde widerumb zur Catholischen Religion
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gebracht werden. Welches der gütigste Gott
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gnädigist verleÿhen wolle.
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22. Iulii. Heüwete mänigklich, wer ligendts hatte
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vnnd machte mann das allerbeste Heüw.
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An welchem Tag vnßer Pater Statthalter von
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seinenb auf Zürrich, vnnd nechsten Tag auf
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daselbst verreisst, daß Feld zu Brütten
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wider zubesichtigen, welches seither der neüw-
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lichen Zehendt Verleyhung der Hagel sehr
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vbel zugericht.c Vnnd zwar so ellend, daß
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nit ein aufrechtes Ährin zu sehen geweßen,
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ausßert allein an dennen Ohrten, wo etwann
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Baüm

Anmerkungen

a Fehlender Nachtrag.
b Unsichere Lesung.
c Texteingriff durch Edition: Doppelpunkt durch Punkt ersetzt.