Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

16. April 1688 · Seite 476 · Scan 487
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[476]
Zeile 1
1688
Zeile 12
Nix noctu delapsa.
(lat) Schnee fiel über Nacht.
Zeile 22
Venti frigidi.
(lat) Eisige Winde.

Transkription

Aprilis
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ihme vom Mund gewüscht worden, wider
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gefolget. Vnßer Medicus, in Meÿnung Ihme
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das Gift auß dem Leib zu ziehen, hatt den Tag
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ihme schrepfen lasßen, vnnd ettliche Hörnlin
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aufsezen, war aber mehr nit zum guten,
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als das er desto ehender gestorben, vnnd
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zur Ewigkeit gerukt. Gott tröste seÿn
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liebe Seel. Seine Leüt seÿnd heüt mor-
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gen durch einen Expresser in aller frühe dar-
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umb berichtet worden, vnnd seÿnd auch bÿ
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der Grebt erschinen etc.
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14. Aprilis. In der Nacht hatt der Himmel ein
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gutes Schneelin gegeben, darvon das Erdtrich
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alligklich wider bedekt worden.a Vnnd erfolgte
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auff den Abend ein starke Kälte, mit sich
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ein scharpfen Kalten Luft bringend, der ge-
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gen Morgen wider ein frischen Schnee hie zugewe-
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het, also das die Jenige, welche verlangten,
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Mutschlin zubekommen, vil abgeschrekt wor-
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den, vnnd nit gern sich auf die Strasß
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begeben wollen.
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Gleiches Wetter hatte es wider in folgender Nacht
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vnnd auch am Heiligen Karrfreÿtag vast den ganzen
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Tag hindurch, mit sehr scharpfem spizigem
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Luft, also das mann in der Kälte zimmlich ge-
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dulden müsßen, da sonderlich der Gottsdienst
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durch die Predig nit wenig hinaußgezogen
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worden. Auf den Abend aber vnnd künft-
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ige Nacht ist der Himmel alligklich erglanzet,
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vnnd darab ein grimmige Kälte worden,
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das

Anmerkungen

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