Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

5. April 1688 · Seite 470 · Scan 481
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Marginalien dieser Seite

Marginalie
[470]
Zeile 1
1688 .
Zeilen 3–4
Turbo vehemens, cum incredibili damno.
(lat) Ein heftiger Sturm richtet unbeschreiblichen Schaden an.
Zeilen 25–27
Capitaneus Reding expetit Patrem Paulum Francois in Moream cum Militibus.
(lat) Der Hauptmann Reding bittet darum, dass Pater Paulus mit den Soldaten nach Morea reisen darf.

Transkription

Aprilis
1
Dank, das es so wohl abgelofen. Der Wind
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hatt noch ganzen vbrigen Tag mit grosßer
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Vngestümmigkeit continuiert. Waß
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von dißem vngestümmen Luft für grosßer
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Schaden erwachßen, ist nit zubeschreiben. Vill
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Camin ab den Tächeren hatt er biß auf das
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Tach sauber wekgeworfen. In Wäldern
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vill Dannen auß der Wurzel gelegt, ettliche
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zu vnderst abgeschrenzt, ia in Zurrichbiet,
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in einem benambten Ohrt (ist aber mir der Namen
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außgefallen) 3 Juchert Wald genzlich auf
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den Grund geworfen.a Die Stein ab den Schindel-
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tächeren getriben, vnnd mit einem Wort so
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erschröklich gehaußet, das bald niemand in
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seinem Hauß sicher geweßen. Mir hatt er
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in meinem Zimmer mein sauber aufgerüste-
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tes Althärlin ganz zerrisßen, alle wachße-
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ne Bilder, deren ettlich gar kunstreich ge-
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macht, darauf gestanden, im Abwerfen
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zertrimmeret, die Gläßer zerstüklet, vnnd
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anders, was nur da gestanden, mehren-
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theil zerfezet vnnd vnnuz, also mir ein
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grosße Mortification gemacht. Daß
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geschach alles in der Nacht.
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Nach Mittag auf den Abend langte an Herr Haupt-
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machte wider neüwe Instantias, vmb vnsren
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nemmen. Ihre Fürstlich Gnaden wolten theils
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weilen Herr Hauptmann seÿn Nepos ex Sorore
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war, theils aber vnnd vorauß, die gute
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Gedanken

Anmerkungen

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