Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

13. März 1688 · Seite 450 · Scan 461
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Marginalie
[450]
Zeile 1
1688
Zeilen 6–7
Meinradus Kalin etiam e bello dimittitur.
(lat) Meinradus Kälin wird aus dem Feldzug entlassen.
Zeilen 11–12
Serenissimus Princeps de Simmeringen advenit.
(lat) Seine huldreiche Gnaden, der Fürst von Simmeringen, trifft ein.
Zeilen 24–25
Salutatur, et in Monasterium invitatur.
(lat) Er wird begrüsst und ins Kloster eingeladen.

Transkription

Martius
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vmb alldorten zu vernemmen, was die Oberkeit
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mit Ihnen disponieren werde. Haben dorten so
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vill Gnad gefunden, das der Hauptmann,
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sie alsobald fortschiken können, ehe die Oberkeit
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des Handels recht berichtet worden. Vnnd ist
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so gar der einte, Meinrad Käli, auch von
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dem Krieg entlasßen worden, vnnd wider nach
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Haus kommen. Mann hatt aber Ihme ernstlich
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eingerathen fort zu marschieren, vnnd den
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Spott in etwas verschwinden zu lasßen.
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13. Martii. Auf den Abendt seÿnd ankommen
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lian von Simmeringen, in Begleitung seines
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Aufwahrt, so samptlich in 7 Pferdten ge-
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standen, vnnd haben Ihre Einkehr bÿ dem
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Weissen Wind genommen, gleich aber darauf
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in das GottsHaus spaziert, die Heilige Cappel
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besuecht, die Mutter Gottes begrüesst etc.
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berichtet worden, hatt Er gleich befohlen, das
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in Aufwahrt der Hoofbedienten, hochgesagte
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Hochfürstliche Durchleücht in Ihrem Namen
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beneventieren, auf morderigen Tag (dann
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es für disen Abend schon gar zu spath ware)
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in das GottsHaus invitieren sollen.a So auch
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gleich geschehen. Darüber Ihr Durchlaucht Sich
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gar freündtlich bedankt, vnnd morgen zu er-
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scheinen versprochen. Masßen dann nechster
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Tag Sie vmb 8 Vhr in vnßer GottsHauß
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kommen, in dem Zimmer zu St. Michael Ihr
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Herberg

Anmerkungen

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