Transkription
1
ere erschinen, vnnd seÿnd sie aufs allerkostlichste
2
tractiert worden. Ihre Fürstlich Gnaden haben
3
zu Bezeigung Ihrer Gnädigen Affection Ihme Herrn Hochzeitera
4
vnnd seinen Gästen solemniter den Wein verehren
5
lasßen.b Welches billich ein sonders grosße Affection
6
ist von einem Fürsten gegen seinem Vnderthanen.
7
8
getragen. Dann Vogt Marti Gÿr, als der ein
9
zimmlichen Tummel hatte, sezte sich auf den Abendt hinder
10
den Ofen, wo er eingeschlafen, vnnd also gebliben
11
bis nechsten Morgen, da erst er sich zu seiner
12
Neüwen Frauwen gelegt.c Vnnd musß mann
13
derentwegen seiner wenig geachtet haben.
14
Doch hatt mann nachgendts sagen wollen, der Vogt
15
Gÿr, so er ein rausch habe, könne nit wohl
16
erleiden zu ligen.d Derentwegen er sich hinder den
17
Ofen gesezt, bis der Rausch in etwas vergan-
18
gen, vnnd erst darnach in sein Bett begeben
19
habe.
21
eine Profession Ihrer Schwöster Maria Scholastica
22
Moosin dahin nit nur Herr Decan selbige einzu-
23
kleiden vnnd die Profession abzunemmen, gefahren,
24
sonder noch vnßere Herren Musicanten in zimmlich
25
starker Anzahl mit sich genommen, welche alle
26
dorten auch das Mittag-Esßen eingenommen,
27
vnnd bis auf den Abendt gebliben, da erst
28
sie alle wider heimkommen, vnnd zum ersten
29
30
31
der auch darumb begehrt worden.