Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

29. Januar 1688 · Seite 431 · Scan 442
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Marginalie
[431]
Zeile 1
1688
Zeile 5
Resipiscunt.
(lat) Sie kommen zur Einsicht.
Zeilen 18–19
Puniti nihilominus a Questore Svitensi.
(lat) Dennoch werden sie vom Schwyzer Seckelmeister bestraft.
Zeilen 25–28
Pater Œconomus coram Judicio agit contra Augustinum Ruesthaler in controversia Tabernæ prætensæ.
(lat) Der Pater Statthalter klagt vor dem Gericht gegen Augustinus Ruesthalter im Streit um den beanspruchten Kramladen.

Transkription

Ianuarius.
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bührend vmbsehen, vnnd einstellen möchten,
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auf hiermit der begangene Fähler von der
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Oberkeit nit so hart gestraft werden müsste.
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Derentwegen dann beide gesagte Brüeder, als
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sie am Morgen wider nüchter worden, sehr dar-
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von erschroken, zu Herrn Secretario gekehrt, vnnd
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Ihnen vmb ein Fürsprecher angestellt, vmb
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Verzeÿhung vnnd der Gnaden begehrt, auch bÿ
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Patre Statthalter so vill erhalten, das er ver-
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sprochen, mit dem Rechten dermahlen einzu-
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halten, iedoch mit heiterem dißem Beding, daß
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sie dißere Worth in Bÿseyn aller deren,
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bÿ welchem sie dießelbe ausßgestosßen,
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vor Herrn Decano, Statthalteren vnnd andern
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dahin verordneten Herren wider zu sich nemmen,
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vnnd Ihren Fähler bekennen sollen. Desßen
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sie wohl zufriden gewesen, vnnd versprochen,
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diß gar gern thun wollen.
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müssten aber die gute Tropfen hernach disen
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Ihren Fähler vor Herrn Landts-Sekelmeister,
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so eben auch den Tag gegenwertig war, gar
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ernstlich büesßen, der auch neben anderer
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starker Gelt-Straf Ihnen anbefohlen,
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im GottsHauß vmb Verzeÿhung zu pitten.
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29. Ianuarii. Liesße Pater Statthalter auß Befelch Herrn
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Decani vor einem ehrsamben Gericht wider
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den Augustin Ruestahler klagen, das derselbe
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den wegen zweÿer oder eines Kramladens
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zwüschen

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