Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

2. Januar 1688 · Seite 403 · Scan 414
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Marginalie
[403]
Zeile 1
1687
Zeilen 18–19
Bettwilensium contra Parochum summ æmulatio.
(lat) Der Unwille der Bettwiler gegen ihren Pfarrer.
Zeile 31
Einsidlenses numerati.

Transkription

Appendix
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Vor-Ohrten Lutzern vnnd Zürrich erfolgten
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Executions Befelch vorlegen, vnnd Iustitiam
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begehren lasßen. Darüber der Sentenz ernst-
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lich ergangen, das Sie vngesaumbt das Holtz
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solten folgen lasßen; wie dann derentwegen
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ein Oberkeitlicher Deputierter mit der
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Farb beständig darbÿ geweßen, bis daß
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Holtz abgeführt worden. Vnnd müssten
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darzu noch die Jenige Bettwÿler, welche
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mit Worten sich in eben dißem Handel ver-
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griffen, grosße Gelt Buesßen geben. War
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also diß der gantze Gewünn dißes Handels,
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vnnd müssten die armen Bauren nach so vill
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gehabten Vnkösten, so sich in die 1000 Florin er-
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lofen, dennoch endtlich das Holtz geben, vnnd
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darzu Ihre Beütel, die sonsten mehrentheil
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zimmlich erarmet waren, dem Landtvogt
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weit aufziehen. Eß erfolgte auf
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diß bÿ den Bettwilern ein solcher Vnwillen
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menstorf, das sie Ihne mit allen Kräften,
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verfolget, seines nichts geachtet, ia mehr
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verschimpfet, vnnd pro Administratione Sacra-
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mentorum ganz nichts mehr gebrauchen wollen.
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Darab der gute Herr Pfarrer nit wenig be-
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trüebt worden, weilen er sich hierinn ganz
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vnschuldig wüsste, vnnd weder zu einem noch
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zu anderem wenigste Vrsach nit gegeben.
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Wir wollen hofen, es werde mit der Zeit wohl
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wider besßer werden.
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dißes

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