Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

13. September 1687 · Seite 314 · Scan 325
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Marginalie
[314]
Zeilen 1–2
Dedicatio Angelica 1687.
(lat) Engelweihe

Transkription

September.
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können, folgends auch die looßung so schlecht,
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das die Krämer sich wohl beklagen mogen, vnnd
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mit dem Ladenzinß ein Nachlasß begehren.
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Waß nunn der Ladenzinß ertragen sollen,
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vnnd de facto ertragen hatt, vernemme der
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günstige Leßer in kurzer summarischer
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Rechnung.
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Ladenzins sollte ertragen 365 -- --
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hatt ertragen 285 -- --
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ist folgendts Abbruche 80 -- --
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Jedoch weren darzu noch 2 Büchlin von Carl Fri-
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kardt (die zwar dato nit gelieferet seÿnd)
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vnnd ein Kelch-Tühlina von Steffanini, vnnd
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5 Ell Leini Tuch darbÿ nit angerechnet. Machte
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alles vngefahr 11,5 Pfund aufs hochste zu achten
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seÿn. Haben auch nit alle gleich paar
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bezahlt, sonder es haben die Eynsidler Krämer
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vill lasßen an der Rechnung sezen, das Pater
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Statthalter darmit noch lang gedulden müsßen.
Nota bene.
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Diß einig seze hierbÿ, das die Mehrere
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Krämer vnnd Kaufleüt selber erachtet,
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das beste were, wann vber all kein Kram-
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läden auf dem Brüel gemacht wurden. Vnnd
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die Wahrheit zu bekennen, hatte es in dißer
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Engelweyhung ein Schein, als ob dißere Meÿn-
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nung, das besßere were. Jedoch wirdt
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ins könftigb ein Jeweiliger Statthalter wüsse
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ver-

Anmerkungen

a Eventuell Irrtum des Autors: Tüchlin.
b Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "könftig" eingefügt.