Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

13. September 1687 · Seite 313 · Scan 324
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Marginalie
[313]
Zeilen 1–2
Dedicatio Angelica 1687
(lat) Engelweihe

Transkription

September.
1
Vnser Lieben Frauwen Brunnen durch die Schmidtgasß hinauf
2
vnnd gegen dem Wullenhaus hinüber gehen
3
will, aufgestellt worden. Es ist aber hernach der
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Steinhanß außgepliben;a derentwegen dißer
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Laden mehrentheil lähr gestanden, bis vnder der
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Engelweyhung, da ein Augsthaler ankommen;
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selbigenb darinn feil zu haben begehrt, vnnd dar-
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umb 3 Pfund versprochen. War ia besßer dise
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anzunemmen, als gar nichts zu haben.
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Numero 31. Carli Reymann von
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Eynsidlen Bettli vnnd Pfennig 10 -- -- -- 10 -- --
12
Stuende im Winkel an der Brüel Porten, ist
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auch nur von Bretteren zusamengeschlagen
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worden. War aber ein kümmlich Ohrtlin.
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Numero 31. Ignatius Jäklin von
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Villingen hatte Buecher 12 -- -- -- 12 -- --
17
Stuende innert dem Zeüghauß, da mann sonsten
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die Stüklin versorget, vnnd ist nur tumultuariè
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accommodiert worden.c War aber ein gar bequemm
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vnnd weites Ohrt, das er da wohl versorgt
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geweßen, vnnd nit vill Dechsd noch Sorg
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ermanglet, als das er das Thor nächtlicher
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Weÿl wohl verschliesße. Von oben her
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war die Lupf-Thüren wohl verspehrt, das er
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ob sich nit steigen können.
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Diß ist nunn aller in dißer Engelweyhung
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von dem GottsHauß aufgerichter Laden
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Zinß, der diß Jahr, wegen gar geringes Volks
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vmb ein merkliches abgestigen. Eß war aber
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daß Wetter so ellend, das niemand wandlen
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können,

Anmerkungen

a Texteingriff durch Edition: Doppelpunkt durch Semikolon ersetzt.
b Unsichere Lesung.
c Texteingriff durch Edition: Doppelpunkt durch Punkt ersetzt.
d Unsichere Lesung.