Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

16. September 1687 · Seite 265 · Scan 276
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Zeile 1
[265] Dedicatio Angelica 1687.
(lat) Engelweihe

Transkription

September.
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alles gar wohl accommodiert geweßen vnnd sie
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darmit wohl vernüegt.
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24. Alt Canzlÿ (Sonsten pro hoc tempore Novizen
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Stuben) hatte ausßerhalb ein Bett, wohl accom-
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modiert. Dorten seÿnd die Tisch, so sonsten pro commo-
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ditate Novitiorum dorten gestanden, treflich wohl
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wekgethan worden, vnnd darfür nur ein
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kleiner Tisch mit einer Teppich gestellt, also das
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Herr Prælat von Muri1 vom 20. bis den 23. Septembris
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zu Morgen, Herr Prælat von Muri sehr wohl ge-
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ruhet,a auch nachgendts Herr Commissarius Tschudi
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von Glarus dorten beherberget. Gleich-
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wohl war diß Zimmer so accommodiert, das auch
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die Neben-,b sonsten Novizen Kammer, so für Gäst
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zugerüstet ware, nit weniger als die Stuben
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gebraucht worden.c Masßen erstlich Herr Hofam-
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man zu St. Johann2, vnnd Ihrer Fürstlich Gnaden Herr
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Kämmerling von St. Gallen3 vom 14. bis den
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17. Septembris alles mit guten Ihren Freünden ange-
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füllt, das also vergeblich die Meynung ge-
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weßen, solche Stuben von der Kammer zu separieren.
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Nichts destoweniger, als Herr Prælat von Muri ankom-
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men, mit Herrn Patre Leontio Subpriore, hatt er dise
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NebendtKammer einzig eingehabt, vnnd wohl
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geschlafen.
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25. Alte Schneideri (darumb also geheissen,
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das vor altem die Schneider dorten gearbeitet)
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hatte

Anmerkungen

a Texteingriff durch Edition: Doppelpunkt durch Komma ersetzt.
b Texteingriff durch Edition: Komma durch Edierende eingesetzt.
c Texteingriff durch Edition: Doppelpunkt durch Punkt ersetzt.
1 Die ehemalige Benediktinerabtei Muri liegt in der gleichnamigen Gemeinde im heutigen Kanton Aargau. Sie wurde 1027 gegründet, 1603 Mitglied der schweizerischen Benediktinerkongregation und 1841 aufgehoben. Der erste Propst der Abtei, Mönch Reginbold, stammte aus dem Kloster Einsiedeln.Bibliografie
2 Die ehemalige Benediktinerabtei St. Johann wurde 1152 erstmals erwähnt. Ursprünglich in Wildhaus-Alt St. Johann (SG) gelegen, wurde sie 1626 nach einem Brand nach Nesslau (SG) verlegt und 1806 schliesslich aufgehoben.Bibliografie
3 Die 719 gegründete und 1805 aufgehobene Benediktinerabtei St. Gallen liegt in der gleichnamigen Stadt im gleichnamigen Kanton. In der 1602 gegründeten Schweizerischen Benediktinerkongregation war das Kloster St. Gallen sehr aktiv.Bibliografie