Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

4. September 1687 · Seite 164 · Scan 175
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Marginalie
[164]
Zeile 1
1687
Zeilen 5–7
Tabernæ Mercatoriæ tricas multas faciunt.
(lat) Die Betreiber der Marktstände versuchen verschiedentlich, etwas für sich herauszuschlagen.
Zeilen 26–28
Venditio Ceræ et Libi abs Monasterio petitur concedi.
(lat) Man bittet um das Recht, Wachs und Kuchen verkaufen zu dürfen.

Transkription

September.
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End kommen, daß die Hütten ordenlich können
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aufgemacht werden. Weilen ein iedweder
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gehüttnet, wo ihme befohlen worden, zwar et-
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was weitleüfiger, als sonsten seÿn sollen.
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Mit den Kramläden hatte es schier gleiche Be-
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schafenheit, vnnd wolte iedermann Läden
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vnnd Ständ Haben, vnnd zwar so grosß, das
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die Strasßen gegen den Häußeren endtlich allig-
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klich vbersezt wurden. Müesßte derent-
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wegen auch desßenthalben Pater Statthalter manch-
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mahl auf den Augenschein, vnnd theil die
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Ständ zeigen, iheils den Strasßen Schirm ge-
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ben. Welches mit nit wenigem Vertrusß ge-
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schahe. Ward doch darbÿ des Gottsiauses
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Recht observiert, das niemand oberhalb des
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Ochßenbrügglis mit einem Zimmer Gewalt
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soll haben, als so vill ein Fürstlich Gottshauß ihme
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vergunte. Nach demme aber alles vber-
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sezt geweßen, gab Pater Statthalter dißere Ant-
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wort, wann ie noch ein Plaz für ein Stand
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oder für ein Laden were, möge einer wohl
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solche aufrichten, das iedoch weder der Strasß
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etwas genommen, noch iemandem darbÿ Vnge-
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legenheit gemacht wurde. Ist also alles
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auß seinem Befelch vnnd Verwilligung ge-
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schehen. Eß halteten beneben
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auch ettliche von Schweÿtz vnnd Lachen an,
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daß sie möchten Lebkuechen, Kräpflin, Wachß
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vnnd dergleichen verkaufen. Vber welches
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Pater Statthalter Ihre Fürstlich Gnaden befragt vmb Befelch,
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was

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