Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

24. Mai 1687 · Seite 91 · Scan 102
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Marginalie
[091]
Zeile 1
1687
Zeilen 19–20
Actio inimiciosa in Reichenburg.
(lat) Eine Anfeindung in Reichenburg.
Zeilen 27–29
Committitur decidenda Patri Œconomo Pfeficonensi et Domino Cancellario.
(lat) Die Angelegenheit wird zur rechtlichen Untersuchung dem Pater Statthalter von Pfäffikon und dem Herrn Kanzler anvertraut.

Transkription

Maius
1
grosßes Gelt zu achten, wie wohl bewüsst,
2
daß ein solcher Brunnen bÿ einem Hauß ein
3
grosß Kleÿnod seÿe: vnnd derentwegen
4
er dasßelbe billich wider hinauß heüsche, was der
5
Brunnen im Verkauf angeschlagen worden.
6
Die Antwort vber diß war: Wann er sie mit
7
Recht anlangen wolle, möge er es wohl thuen:
8
allein glaublich seÿe, daß er mit Recht nit vill
9
werde ausßrichten, weilen die verkaüfer ihme
10
hauß vnnd brunnen anderst nit werden ver-
11
kauft haben, als mit dennen Rechten, mit welchen
12
sie es besesßen. Mög gleich wohl er nach sein-
13
em Belieben thuen: Mög abera auch gewartig seÿn,
14
was er ausßrichten werde. Diß war also
15
der Schlusß. Mann hatt darüber wegen
16
dreÿtheilten Sachen noch etwas zu reden gehabt
17
mit deren Amptleüten: welches an seinem Ohrt
18
in der Cantzlÿ schon wirdt verzeichnet seÿn etc.
19
Nach demme Herr Decan wider heimkommen, hette er gleich
20
nechsten Tag mit Herrn Cantzleren nacher Reichenburg
21
reißen sollen, dorten ein geschehene Scheltung wider
23
Wihlhelmen geschehen, rechtlich ausszusprechen etc.
24
Weilen aber Herr Decan etwas vnpäsßliches worden,
25
haben Ihre Fürstlich Gnaden erstens vnßeren Patrem Statt-
26
halter allhier, nach demme aber dißer sich wegen
27
Mangel der Pferdten entschuldiget, Herrn Statthal-
28
teren von Pfefiken, befelchet dahin mit Herrn Canz-
29
leren zu verreißen, vnnd den Handel zu richten.
30
So auch beschehen. In dißer Occasion
31
hatt

Anmerkungen

a Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "aber" eingefügt.
b Unsichere Lesung.