Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

21. Mai 1687 · Seite 84 · Scan 95
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Marginalie
[084]
Zeile 1
1687
Zeile 10
Difficultates fiunt.
(lat) Es gibt Schwierigkeiten.
Zeile 15
Itur ad prandium.
(lat) Man schreitet zum Essen.
Zeilen 19–20
Oratur assecuratio in perpetuum.
(lat) Man bittet um eine Versicherung auf ewige Zeit.

Transkription

Maius
1
jahren beschehen, wollen Sie es geschehen lasßen.
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Allein solle Pater Statthalter trachten, solches Gelt
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auß anderem Holtz fürderlich zu erlößen.
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Herr Decan kombt auf diß hin mit Pater Statthalteren
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vnnd anderen vnßeren Deputierten zu den
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Ehrengesandten von Schweÿtz, welche vnder desßen
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sich in das Capuziner Zimmer verfüegt hatten,
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vnnd vermeint, den handel mit 1000 florin zu
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richten. So wolten aber die von Schweÿtz auch die
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80 florin noch darzu haben, vnnd machte Herr Landts-
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Sekelmeister darüber grosße Instantias. Also
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das mann endtlich von ein anderen gangen, vnnd
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nichts schliesßliches resolviert, gleichwohl redte
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Herr Decan nichts darwider, vnnd bate nur, die
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Sach hiermit zu einer Ewigkeit zu richten.
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Ist mann also aufgestanden, mit den Herren von
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Schweÿtz in vnßerem Hoof-Saal zu Tisch gesesßen,
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vnnd gegen ein anderen sehr freündtlich geweßen.
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Nach dem Tisch, der gegen halber 2 vhr sich ge-
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endet, hatt Pater Decan mit Herrn Landts-Sekelmeisteren,
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widerumb absonderlich, dann mit allen sampt-
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lich geredt, vnnd gebetten, das mann hierinn
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nur etwas richtiges machen wolte, vnnd ins
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künftig dem GottsHauß zu ewigen Zeiten daß
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Holtz eygenthumblich vbergeben etc. Da auch
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gleich des St. Johanns Seegen getrunken1, vnnd
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die Herren von Schweÿtz mit Versicherung alles Guetes
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entlasßen vnnd abgereisst.
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Nota bene. Ich kann hierinn vnvermeldt nit lasßen,
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wie mich dißer Handel bedunkt. Dann die 600
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Florin für

Anmerkungen

1 Möglicherweise handelt es sich hier um einen am Fest des Heiligen Johannes (27.12.) geweihten Wein: [...] an Johannes des evangelisten tag, [...] trinkt man den Johanssegen, einen wein ob altar beschworn."Bibliografie