Transkription
1
2
dem neüwen Gebeüw des Herrn Canonici, die Maur
3
gegen dem Brüel angefangen zu bauwen.
4
Worüber ettliche der Waldleuten zimmlich schwierig
5
worden, vnnd erstens Herrn Landt Sekelmeister Reding
6
diß klagend vorgetragen, als wolte ihren ein
7
Fürstlich Gottshauß Eÿnsidlen die Azung, die
8
sonsten ihnen gebührte, durch solche Extension ihr-
9
er Gebeüwen abstreken. Herr Landts Se-
10
kelmeister weilen er selbsten in Persohn zu Ihrer
11
Fürstlich Gnaden nit kommen könnte, hatt solches Herrn Statt-
12
halteren Conrad Heinrich Jützen abzulegen auf-
13
getragen, vnnd befohlen Ihrer Fürstlich Gnadena seinetwe-
14
gen solches zu vberbringen. Herr Statthalter
15
könte nit selbsten in Persohn zu Ihro Fürstlich
16
Gnaden kehren, gieng derentwegen zu Herrn Decano, diser
17
aber referirete Ihro Fürstlich Gnaden dißere Propo-
18
sition, die aber kein andere Antwort gebe
19
als folgend. Nammlichen sie vermeinen hierinn
20
andres nichts zu thuen, als was sie wohl befügt.b
21
Können aber die Waldleüt etwas darbringen,
22
wollen sie selbiges gern vernemmen, vnnd anders
23
nichts thuen, als was recht seÿn wurde.
24
Eß begehrten aber die Waldleüt nur diß, daß
25
mann mit dißerem Gebeüw wenigist bis
26
Pfingsten1 einhaltete, da Sie dann von Ver-
27
ständigeren herren Loblichen Ohrts Schweÿtz die
28
Sach Ihro Fürstlich Gnaden vorzutragen vbergeben
29
wollen, vnnd was dann in dißerem vorzunem-
30
men, wollen sie von ihnen vernemmen. Dißere
31
Proposition als Sie vnßerem Gnädigen Fürsten vnnd
32
Herren vorkommen, hatt Selbiger ihnen durch
33
Herrn